Leider sind wir am Donnerstag erst spät abends von Nouméa losgefahren. So konnte ich die vielen kleinen Inseln an denen wir vorbeigefahren sind nicht sehen. Das ist nun mal das Schicksal eines Frachtschiffreisenden, die Zeiten richten sich nicht nach den Wünschen der Passagiere.
Nachdem wir den Lotsen abgesetzt hatten ging es mit Volldampf auf den pazifischen Ozean. Und das war diesmal kein Vergnügen, nein es war eine wüste Schaukelei. Ich fühlte mich als wäre ich auf einer Achterbahn. Es lag nicht an der See, die relativ ruhig war. Unser Schiff hatte jetzt weniger Ladung und war somit relativ leicht. Wir haben jede Welle gespürt und zwar manchmal ganz schön heftig. In dieser Nacht haben wenige an Bord geschlafen, inklusive ich. Sogar wurden gestandene Seemänner krank. An mir ist es zum Glück vorbei gegangen, nur manchmal fühlte ich mich etwas komisch. Das schlimmste war aber der fehlende Schlaf.
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| Auf dem pazifischen Ozean |
Etwa gegen Mittag wurde es ruhiger, zum Glück denn heute gab es ein Barbecue. Der Kapitän hat seinen Ausstand gegeben. Er wird in Neuseeland das Schiff verlassen. Alle freuten sich schon seit Tagen auf dieses Fest und Neptun hatte letztendlich auch nichts dagegen.
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| Heute darf jeder selbst sein Essen zubereiten |
So konnte die Party steigen. Die Köche hatten den ganzen Tag viele leckere Sachen zubereitet. Es gab jede Menge verschiedene Sorten Fleisch, Spieße und Gemüse zum Grillen. Jeder konnte sich nehmen was er wollte und selbst grillen. Nach dem Grillen gab der Kapitän die Order, dass jeder ein Lied zu singen hat. Jetzt kam die Karaoke Anlage zum Einsatz. Außerdem meinte er aus Spaß, wer nicht klatscht ist heute Abend die Frau für alle. So gab es für jeden Beitrag einen heftigen Applaus.
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| Die heitere Gesangsrunde |
Auch ich musste natürlich ran. So holte ich meine Gitarre und sang ein paar Lieder. Nachdem alle den Pflichtsong gesungen hatten, konnte jeder der wollte singen. Da ich den ganzen Abend Bernies Songs hören durfte, habe ich dann noch einen deutschen Song für die Truppe gesungen. Gegen Mitternacht war für mich dann Schluss, eine paar tapfere Sänger haben noch bis in den Morgen gesungen.
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| v.l.n.r. Kapitän, Chief und ich |




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