Als ich heute Morgen auf die Brücke kam, sah ich wie die Offiziere und der Kapitän aufgeregt diskutierten. Etwas musste passiert sein? Schnell erfuhr ich den Grund der Aufregung. Vor uns baute sich ein tropischer Zyklon auf und niemand wusste genau wie er sich entwickeln wird. Schon in der Nacht bekamen wir eine Unwettermeldung von einer australischen Wetterstation. Daraufhin änderte der Kapitän den Kurs, um wie in der Meldung empfohlen den Sturm zu umfahren. Doch am frühen Morgen bekamen wir eine zweite Meldung die uns mitteilte, dass wir genau auf den Sturm fahren würden. Nun hatten wir die zwei unterschiedliche Wettermeldungen und das war der Grund der Aufregung.
Ich muss zugeben, dass ich in diesem Moment ein wenig Angst hatte. Was wird passieren, fahren wir in den Sturm? Unser Kapitän entschied sich erneut den Kurs zu ändern. Da die Vorhersagen zwei Richtungen des Storms aufzeigten, musste er sich für einen Kurs entscheiden. Alle an Bord bangten nun, dass wir den richtigen Kurs fahren. Es war auf jeden Fall eine komische Stimmung.
Erst am späten Nachtmittag hatten wir die Gewissheit, dass wir auf den richtigen Kurs sind. Der Sturm kam zwar direkt auf uns zu, jedoch versuchten wir mit Volldampf vor ihm auszuweichen. Das hat schließlich auch geklappt und wir sind noch mal gut aus der Situation gekommen. Die See beruhigte sich langsam wieder und das war ein sehr gutes Zeichen. Zwischenzeitlich war erneut die Seekrankheit ausgebrochen. Einige der Seeleute hatte wider es ganz schön erwischt. Vielleicht spielt auch hier der Kopf eine wichtige Rolle, so hat die Angst vor dem tropischen Zyklon manch Einem krank gemacht.
Wie wir am nächsten Tag erfahren haben, hatte sich der Storm weiter entwickelt und war jetzt in Richtung Australien unterwegs. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir diesen tropischen Zyklon nicht passieren mussten, wie alle hier an Bord. So geht es jetzt frohen Mutes weiter in Richtung Papua Neuguinea.
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