Sonntag, 25. Dezember 2011

Ankerplatz in Lae

Am 23.12.2011 nachmittags sind wir in Lae, Papua Neuguinea angekommen. Wie immer war dieser Hafen voll und wir mussten ankern. Niemand wusste genau wie lange wir warten müssen, eventuell bis nach Weihnachten oder länger. Vor allem weil bereits 8 Schiffe vor uns ankerten. Jedoch hatte unsere Wartezeit etwas Gutes, wir konnten Weihnachten in Ruhe feiern. Denn im Hafen wäre das nicht möglich gewesen, da die Besatzung rund um die Uhr arbeiten muss.


Der Ankerplatz liegt wunderschön in einer großen Bucht vor Lae. Rings um uns erheben sich die Berge bedeckt mit dichtem Regenwald. Ungefähr 500 Meter von uns entfernt ist ein kleiner Strand zu sehen. Der sieht so einladenden aus, ich könnte direkt rüberfahren und  einen Strandspaziergang machen. Leider ist das verboten, denn bevor wir an Land können müssen die üblichen Einreisevormalitäten erledigt werden.   


Blick vom Ankerplatz zum Strand

Blick in die Berge vom Ankerplatz


Auch den Hafen von Lae und die kleine Stadt können wir ganz gut von hier sehen. Jedes Mal wenn ein Schiff den Hafen verlässt, spekulieren wir ob wir die nächsten sind. Niemand kennt aber das System, der hiesigen Hafengesellschaft und somit bleibt es immer offen. Wir können nur warten, bis sich jemand meldet.


Der Hafen von Lae in weiter Ferne

Die Zeit des Ankerns nutzte die Bestatzung um klar Schiff zumachen. Endlich konnte  viele Arbeiten gemacht werden die schon lange anstanden. Vor allem wurde fleißig geputzt und gestrichen. Andere erledigten ihren Papierkram, der auf so einem Schiff anfällt. Ebenso fand ein Sicherheitstraining statt, „Mann über Bord“. Es war eine Trockenübung da niemand ins Wasser wollte. Es sei viel zu gefährlich hier, denn im Wasser sollen Krokodile und Haie rumschwimmen. Ich sah die letzten beiden Tage keine dieser wilden Tiere rumschwimmen, deshalb habe ich mich als „Mann über Bord“ freiwillig gemeldet. Leider konnte ich mit meiner freiwilligen Meldung meine erwünschte Erfrischung in den Fluten des Meeres nicht bekommen.
Ein paar Stunden später war ich ganz froh, dass niemand auf meinen Vorschlag eingegangen ist. Ich sah einen Hai, ungefähr 150 Meter von unserem Schiff entfernt. Schnell rief ich meine Freunde aus der Küche, die mir meine Entdeckung bestätigten. Jetzt war mein Jagtinstinkt angeregt und ich wollte unbedingt einen Hai aus der Nähe sehen. Als erstes warfen wir ein paar Stückchen Fleisch ins Wasser. Der Hai schien sich aber nicht dafür zu interessieren und entfernte sich immer weiter von unserem Schiff. Schließlich holte der Koch ein großes Stückchen Rindfleisch, welches wir an einem Seil festmachten. So hatte ich einen großen Köder für meine Hai Jagt.  

Der Hai Jäger und sein Köder


Auf der Jagt nach dem Hai
 
Ich weiß nicht wie viele Stunden ich den Klumpen Fleisch ins Wasser gehalten habe, ein Hai ist jedenfalls nicht noch mal gekommen. Auch ein Krokodil hat sich nicht blicken lassen. So verbrachte ich fast den ganzen ersten Weihnachtsfeiertag, draußen bei der Hai Jagt. 


Der Köder einsam im Wasser...

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