Samstag, 17. Dezember 2011

Tasman See

Kurz nach dem wir den Hafen von Wellington verlassen hatten wurde es auf der Brücke etwas unruhiger. Der Kapitän und ein Offizier grübelten über die aktuellen Wetterdaten. Diese sagten nichts Gutes voraus. Der Weg nach Nouméa durch die Tasman See wird sehr „holprig“. Und wir mussten nicht lange darauf warten, schon nach einigen Stunden fing das Schiff an zu rollen und schaukeln. Von Stunde zu Stunde wurde es schlimmer. Der Kapitän entschloss sich, kurzerhand den Kurs zu ändern und nicht auf dem direkten Weg nach Nouméa zu fahren. Das ist sicherer für die Mannschaft, die Landung und das Schiff. 

Trotz der mehrmaligen Kursänderungen hatten wir ziemlich unruhiges Wetter die letzten drei Tage.  Manchmal rollten wir bis zu 20 Grad zu beiden Seiten. Da flog so manches Teil durch die Kabine, was ich nicht gesichert hatte. Auch war es ein komisches Gefühl, wenn das Schiff so rollte. Ich hatte manchmal Angst, dass wir umkippen. 

Reihenweise sind die Seeleute Seekrank geworden. Manche hatte es echt übelste erwischt, ihre Gesichter wurden von Tag zu Tag unentspannter. Mir ging es bis auf den fehlenden Schlaf super. Ich hatte keinerlei Anzeichen von Seekrankheit, was mich sehr erstaunte und schließlich erfreute. Denn Seekrankheit scheint nicht so lustig zu sein. 

So sind heute alle sehr froh, wenn wir den Hafen von Nouméa erreichen werden. Endlich ist das schaukeln vorbei und mal wieder eine Nacht durchschlafen.

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