Dienstag, 6. Dezember 2011

FIJI Inseln – Suva

Als ich gestern Morgen aufgewacht bin, waren wir bereits im Hafen von Suva. Ich hatte von der ca. 7 stündigen Fahrt nichts mitbekommen. Beim Frühstück habe ich mich mit dem Lotsen unterhalten, der uns von Lautoka bis Suva begleitet hat. Er erzählte ein bisschen über die Stadt und die interessanten Sehenswürdigkeiten. Viel gibt es in Suva nicht zu sehen, obwohl es die Hauptstadt der FIJI Inseln ist. Ich nutze die Gelegenheit und stellte ihm jede Menge Fragen, die mir in den letzten beiden Tagen eingefallen sind. Es ist schön so mit einem Einheimischen zu sprechen.

Unser Schiff im Hafen von Suva

Nach dem Frühstück bin ich mit dem Koch und dem Bootsmann einkaufen gegangen. Der Bootsmann war so freundlich und machte erst einmal eine kurze Stadtführung mit uns. So hatte ich schon einen guten Überblick für meine Erkundungen am Nachmittag. Wir sind dann zum örtlichen Obst- und Gemüsemarkt der direkt neben dem Hafen liegt gegangen.

Der Obst- und Gemüsemarkt von Suva
Die Einkäufer kommen zurück

Dort kauften wir frisches Gemüse und Obst ein. Voll gepackt sind wir dann zum Schiff zurück gegangen. Anschließend wurde ich mit einer frischen Annas und Papaya für meine Unterstützung belohnt. Ihr glaubt gar nicht wie gut das gescheckt hat. Ich hätte gleich den ganzen Vorrat aufessen können.

 
Blick vom Schiff auf die Innenstadt von Suva
Der Hafen liegt übrigens mitten in der Stadt. Sobald man aus dem Tor herauskommt, steht man im Zentrum. Das ist doch mal ein Service für die Seefahrer. So entschloss ich mich, nach meiner vitaminreichen Stärkung gleich wieder in die Stadt zu gehen. Begleitet wurde ich wieder einmal von unserem Chief, dem Kapitän und seinem Nachfolger, der mittlerweile an Bord ist. Nach einem kurzen Bummel durch die Stadt sind wir in ein nahegelegenes Einkaufzentrum gegangen. Dort wollten wir Mittagessen. Das nutzte ich gleich aus, um typisches FIJI Essen zu probieren. Es gab Hühnchen Fleisch in einer süßen Soße, mit diversen Gemüse und Maniok. Es schmeckte ganz gut aber jeden Tag würde ich es nicht essen wollen. Die Herren hatten sich übrigens für asiatisches Essen entschieden.

Mein FIJI Essen

Nach dem Essen trennten wir uns und ich machte mich allein auf Entdeckungstour. Da die Stadt relativ klein ist hatte ich schnell alles gesehen. Interessant fand ich die Busse, die an den Seiten keine Fensterscheiben hatten. Während eines kurzen Schauers wurde kurzer Hand eine Plane herunter gerollt. Auch sind mir wieder die vielen schönen Bäume und Pflanzen in der Stadt aufgefallen. Und dann waren da die vielen Männer in Röcken die in der ganzen Stadt herumliefen. Sieht schon cool aus, vor allem wenn sie dazu noch eine Krawatte tragen. Es scheint luftig zu sein und das kann ich gut verstehen. Die Temperaturen sind hier schon extrem und lange hält man es draußen nicht aus. So brach ich am frühen Nachmittag erschöpft meine Tour ab. 

Waterfront von Suva

Blick in die Innenstadt

Busse ohne Fensterscheiben

Überalle schöne Bäume und Pflanzen

Die Stadt wo mehr Männer Röcke tragen als Frauen

Den Nachmittag nutze ich um mich ein wenig auszuruhen, denn am Abend war ein Rundgang durch die Clubs geplant. In einer größeren Gruppe ging es nach dem Abendessen los ins Abenteuer Nachtleben auf den FIJI Inseln. Vor allem nachts ist es gefährlich allein zu gehen, denn die Kriminalitätsrate der Stadt ist ziemlich hoch. Und sowieso sollte man nachts ein Taxi benutzen und die dunklen Ecken und Straßen meiden. Leider beherzigte das unsere Kapitän, sein Nachfolger und der Chief nicht. Sie wurden in dieser Nacht überfallen. Der Kapitän konnte noch flüchten und die anderen Beiden wurden ausgeraubt. Zum Glück wurde niemand gewalttätig und keinem ist etwas passiert. Sie hatten nur den Verlust von einigen Wertgegenständen zu beklagen und natürlich den Spott der Mannschaft am nächsten Tag zu ertragen. Unsere Gruppe hielt sich an die „Sicherheitsvorschriften“ und kam heil nach Hause.
Heute habe ich mich bis Mittag erst einmal ausgeruht, denn es wurde ziemlich spät gestern Abend. Nach dem Mittagessen bin ich nochmal in die Stadt und habe ein paar Sachen erledigt und die letzten FIJI Dollar umgesetzt. Irgendwie war mein Abenteuerdrang heute nicht ganz so groß. Das lag nicht nur an dem langen Abend, nein es war wieder besonders heiß und die Sonne extrem aggressiv. 

Zum Abendessen hat der Kapitän uns gebeten alle Gegenstände in den Kabinen zu sichern, denn wir sollen uns auf eine unruhige Überfahrt nach Neuseeland einstellen. Das liegt nicht unbedingt am Wetter, nein unser Schiff ist zu leicht. Wir haben nur ganz wenig Ladung und jede Menge leere Container an Bord. Na das kann ja was werden! Ich werde es beim nächten Post berichten.

Der heutige Sonnenuntergang in der Bucht vor Suva

2 Kommentare:

  1. Hallo heiko, ihre Karte ist heute in der Praxis angekommen, vielen Dank dafür.
    Wir wünschen Ihnen auch ein wunderschönes Weihnachtsfest und drücken ganz fest die Daumen, das alles so schön, erlebnisreich und friedlich weitergeht, wie es die ersten drei Monate begonnen hat.

    Ihr Praxisteam vom Poetenweg

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  2. Lieber Herr Bielig,

    ganz herzlichen Dank für die tolle Überraschung mit der Karte von den sonnenüberfluteten Fidschi-Inseln - genau am 24.12. eingetroffen. Vor allem, da wir die Geschichte des schwierigen Geldtausches kennen, zählt die Karte mindestens doppelt und bekommt einen besonderen Platz. Leider war der Poststempel nicht ganz lesbar – aber an Hand der Reiseroute muss es um den 06. Dezember gewesen sein.
    Denn wir haben in der letzten Zeit doch öfters Ihre Reiseberichte und -fortschritte verfolgt.
    Bei uns ist Weihnachten im tristen Regen-Schmuddelwetter bei gut 5 Grad – da schaut man gern auf Ihre Seiten mit den vielen Fotos .

    Nach Wellington geht es ja nun "bergab" mit der Reisezeit. Wir sind auf die nächsten Berichte gespannt.

    Zum Schluss noch etwas Erheiterndes von Wilhelm Busch:
    Froh schlägt das Herz im Reisekittel, vorausgesetzt, man hat die Mittel.

    Ihre Renate und Eberhard Meister, 25.12.11

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