Nach ungefähr 5 Tagen auf See sind wir heute in Nouméa, meinem Tor zur Südsee angekommen. Die letzten Tage waren sehr stürmisch, die See hatte sich zu einer „Holperstraße“ verwandelt. Jedoch hat das unserem Schiff kaum was aus gemacht, nur manchmal wurden wir etwas durchgeschüttelt.
Als wir gestern kurz vor der Hafeneinfahrt waren, bekamen wir die Order die Nacht draußen zu verbringen. Die Hafenarbeiter würden erst am nächsten Morgen beginnen und auf See zu warten ist günstiger als im Hafen. So suchte der Kapitän einen geeigneten Platz wo wir uns treiben lassen konnten. Ich fand das nicht so toll, denn der Seegang war relative stark und das bedeutete eine Nacht ohne Schlaf. Das hatte ich mit dem letzten Schiff schon durchgemacht und genau so kam es auch. Die Wellen schlugen gegen das Schiff und es gab jedes Mal einen Knall und es schaugelte ganz heftig.
Nur gut das wir schon sehr früh in den Hafen fahren mussten, denn geschlafen hatte ich kaum in der letzten Nacht. Gegen fünf Uhr früh bin ich dann aufgestanden und habe mich langsam auf die Brücke begeben. Wollte nichts verpassen, wenn wir in den Hafen von Nouméa fahren. Leider waren die Lichtverhältnisse nicht so gut, denn bei vollem Tageslicht ober Abendsonne wäre die Einfahrt richtig toll gewesen.
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| Im Vordergrund Neukaledonien |
Vorbei ein kleinen Riffen und Inseln kamen die hohen Berge von Neukaledonien immer näher. Wir schlängelten uns zwischen einigen Inseln durch, bis wir den Hafen erreicht hatten. Der Hafen liegt direkt im Stadtgebiet und alles kann zu Fuß erreicht werden. Das hatte ich auf meiner Reise noch nicht.
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| Einfahrt in den Hafen mit Blick auf Nouméa |
Kurz nachdem wir angelegt haben, kam der Agent an Bord. Beim gemeinsamen Frühstückt teilte er uns mit, dass wir jede Menge Ladung bekommen und bis morgen Abend im Hafen bleiben. Das zu hören freute mich sehr. Geplant war, dass wir heute Abend wieder in See stechen sollen. Jetzt hatte ich richtig Zeit mir Nouméa anzusehen.
Gleich Nach dem Frühstück ging es dann los. Der Agent war so freundlich und hat mich mitgenommen. Er setzte mich in der Innenstadt ab und erklärte mir ein paar wichtige Dinge. (Banken und Touristeninfo) So schritt ich voller Hoffnung das wichtigste in den ersten paar Minuten erledigen zu können zur ersten Bank. Mit meiner wunderschönen goldenen Kreditkarte bekam ich kein Geld aus dem Automaten, auch nach mehrmaligen Versuchen. Egal dachte ich um die Ecke ist die nächste Bank. Auch hier ging nichts und langsam fing ich an zu grübeln. Wie bei allen meinen Aufenthalten hatte mir meistens die Touristeninformation weiter geholfen. So ging ich dann auch dort hin. Der Weg dorhin führte direkt durch einen der vielen Parks der Stadt. Die Einwohner Nouméas hielten sich schon am frühen Morgen sehr zahlreich dort auf.
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| Einwohner von Nouméa im Park |
In der Touristeninformation angekommen, bekam ich einen Tipp wo ich Geld abheben oder umtauschen kann. Mit einem Stadtplan in der Hand verließ ich die Info und ging zur Bank. Selbst der Geheimtipp der freundlichen Dame aus der Touristeninfo konnte mein Problem nicht lösen. Auch Bargeld zu tauschen war nicht so einfach. Jedoch bekam ich einen weiteren Tipp, wie ich zum den heiß bekehrten pazifischen Franc kommen sollte. Ein benachbarter Supermarkt tauschte US Dollar zu einem guten Kurs, wenn man dort was kauft. So kaufte ich eine Kleinigkeit und bekam endlich die Landeswährung. Ich war erst einmal enttäuscht, dass es doch ein bisschen wenig war was ich bekam. Egal dachte ich, für eine Cola und das Password für die Internetverbindung bei Mc Donalds wird es schon reichen. Zwischenzeitlich habe ich gelernt, dass oftmals sich alles ganz automatisch von selbst erledigt. So stellte ich in aller Ruhe meine Beträge auf den Blog und las meine Mails. Als die kleine Cola nach einer Stunde alle war, bekam ich Hunger. Mein Geld reichte aber nicht für etwas Essbares. So entschloss ich mich mit einem Stadtbummel abzulenken.
Als ich dann mit knorrenden Magen durch die Stadt schlich, kam ich an einen weiteren Geldautomat vorbei. Ich versuchte es noch mal. Wieder schien es nicht zu klappen und als ich aber ein paar Schritte vom Automaten entfernt war, rief eine Frau. Ich solle doch zurückkommen und mein Geld mitnehmen. Meinte sie mich etwa? Ja, ich war der Glückliche den sie meinte. Ich bedankte mich bei der Frau ganz herzlich und zog mit Kohle in der Tasche los. So vergaß ich sogar meinen Hunger und ging erst mal durch die Stadt, die ich jetzt mit ganz anderen Augen sehen konnte.
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| Blick in einer der vielen Straßen von Nouméa |
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| "Grünes" Parkhaus in Nouméa |
Die Stadt war nicht so groß und schnell hatte ich einen Überblick bekommen. Es ist doch sehr europäisch hier, was sicherlich die Nähe zu Frankreich ausmacht. Neukaledonien ist derzeit noch eine Provinz von Frankreich, was sich aber ändern soll. Ich habe im Internet gelesen, dass Neukaledonien sich schrittweise von Frankreich unabhängig machen wird. Auf einem kleinen Hügel in der Stadt steht eine ziemlich große Kirche. Dort habe ich sogar einen Leipziger getroffen.
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| Kirche auf einen kleinen Berg in der Stadt, davor ein Leipziger |
Jedoch war mein Hunger doch stärker als mein Erkundungsdrang und ich ging zurück in das Restaurant mit freiem Internetzugang. Dort konnte ich mir ein ausgiebiges Sparmenü leisten und dabei im Internet surfen. Nach dem Essen ging es dann noch mal an zahlreichen Grünanlagen (Parks) vorbei, wieder zurück zur Stadtmitte. Die Atmosphäre in Nouméa gefällt mir sehr, die Mischung aus Europa und der Südsee hat seinen Reiz. Ebenso begegnen mir die Leute. Es gibt eine bunte Mischung der Hautfarben und die typischen Südseebewohner habe ich auch gesehen. Außerdem herrscht überall eine gelassene Ruhe, Stress und Hektik scheint es hier nicht einmal im Wörterbuch zu geben.
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| Park mit Inselskulpturen |
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| Eine Skulpture aus der Nähe |
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| Interessanter Baum mitten in der Stadt |
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| Größter Park im Zentrum von Nouméa |
Irgendwann wurden meine Füße schwerer und ich trat den Heimweg zum Hafen an. Da alles ziemlich zentral und die Stadt nicht sehr groß ist, kam ich relativ schnell an mein Ziel.
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| Blick auf den Hafen aus der Stadt |
Endlich konnte ich unser Schiff mal vom Land aus fotografieren, denn in diesem Hafen sind die Sicherheitsbestimmung nicht ganz so streng. Beeindruckt von der Stadt und sehr müde kämpfte ich mich, die 7 Stockwerke nach oben und viel nur noch ins Bett.
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| Die MV Tasman Campaigner im Hafen von Nouméa |
Morgen früh werde ich noch mal einen kleinen Stadtbummel machen bevor es dann in Richtung Fiji Inseln los gehen wird.












Hallo Heiko, schön immer wieder zu lesen wie gut es dir geht:-). Jetzt möchte ich aber auch mal wissen was mit den Bräuten ist;-). Du kennst doch den Spruch mit dem Seemann:-).
AntwortenLöschenLg,Dieter;-).
Hallo Heiko,
AntwortenLöschendas sonnige Wetter und die heißen Temperaturen sind ja echt beneidenswert...ich wünschte ich könnte ein bisschen mitreisen. Die Südsee ist bestimmt echt interessant. Kommst du denn schon in Weihnachtsstimmung? Wo wirst du Weihnachten eigentlich verbringen?
Wir verbringen die dunklen und kalten Tage auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt! :-) Von Schnee ist bisher nichts zu sehen.
Übrigens: RB Leipzig ist auf dem besten Weg diesmal aufzusteigen. Nur Holstein Kiel folgt uns noch. Wenn wir Glück haben, sind auch die bald abgehängt...:-)
Viele Grüße aus der Heimat,
Alex und Jürgen