Noch vor einer Woche war ich in der Wüste unterwegs und heute bin ich im Regenwald mit riesengroßen Wasserfällen und Flüssen. Ein wie extremer Kontrast innerhalb nur weniger Tage. Das sieht man auch, was die Länder Südamerikas zu bieten haben.
Nach dem Frühstück ging es los. Der Besitzer der kleinen Hotelanlage hat mich zum Nationalpark in Iquazu gefahren. Der Park ist etwa 40 Kilometer entfernt, von dem Ort Puerto Libertad.
 |
| Der Nationalpark Iquazu in Argentinien |
Glücklicherweise hatte ich jede Menge Tipps bekommen, wie ich meinen Rundgang durch den Nationalpark machen kann. So fuhr ich zuerst zu dem größten und spektakulärsten Wasserfall des Parks, den Garganta del Diablo. Am besten kommt man mit einer kleinen Bahn, zum Anfang der Stege die zum Wasserfall führen hin. Dann ging es über die Stege, die über Flüsse und durch Regenwald führen, bis zu der Aussichtsplattform neben dem Garganta del Diablo. Ein atemberaubendes Naturschauspiel lag da vor mir. Erst einmal wurde ich richtig nass. Die Gicht des Wasserfalls sprühte mir entgegen als würde ich unter der Dusche stehen. In dem ersten Moment war das eine tolle Erfrischung, denn es war schon ganz schön warm. Dann suchte ich mir ein etwas trockeneres Plätzchen um ein paar Fotos zu schießen. Da auf der Plattform, wie fast im gesamten Park ein ganz schönes Gedränge war, machte ich mich bald wieder auf den Rückweg. Es gibt ja noch mehr zu entdecken, speziell wenn man mit offenen Augen herumläuft. So habe ich auf dem Rückweg ein paar Tiere entdecken können.
 |
| Die Parkbahn zum Garganta del Diablo |
 |
| Hier beginnt der Steg zum Garganta del Diablo |
 |
| Der Steg |
 |
| Kurz vor dem großen Wasserfall |
 |
| Garganta del Diablo |
 |
| Garganta del Diablo |
 |
| Garganta del Diablo |
 |
| Garganta del Diablo |
 |
| Meine Entdeckungen auf dem Rückweg |
 |
| Meine Entdeckungen auf dem Rückweg |
Mit der Parkbahn ging es dann wieder zurück zum Zentrum des Parks. Von hier aus konnte man über 2 Wege die anderen Wasserfälle besuchen. Es gib einen unteren und oberen Weg. Ich ging zuerst den unteren Weg. Hier traf ich dann auf die ersten Nasenbären, die in großen Gruppen unterwegs waren. Sie waren speziell dort, wo viele Menschen sind die was gegessen haben. Dreist versuchten sie sich etwas Essen zu ergattern. Dann ging es weiter durch den Dschungel zu den ersten Aussichtspunkten auf die Wasserfälle. Zwischendurch hatte ich einen Begleiter, der auf dem Geländer neben lief. Der Genosse ließ sich überhaupt nicht stören, auch wenn ich mal in seine unmittelbare Nähe kam. Sicherlich sind die Tiere an Menschen gewöhnt. Der Marsch hatte sich wirklich gelohnt, als sich der Dschungel öffnete und ich meine Blicke auf die Wasserfälle werfen konnte. So sah ich den Garganta del Diablo von weiten noch einmal und hatte ein tolles Panorama auf die anderen Wasserfälle. Eines der interessantesten Erlebnisse war eine Plattform fast unterunterhalb eines Wasserfalls. Natürlich war es auch hier etwas feucht aber ein atemberaubendes Bild eröffnete sich mir. Die Wassermassen stürzten förmlich neben uns herab und man konnte außerdem einen schönen Regenbogen sehen.
 |
| Ganz dicht dran |
 |
| Einfach nur schön! |
 |
| Einfach nur schön! |
 |
| Einer von den zahlreichen Regenbögen |
Auf dem Rückweg vom unteren Steg bin ich an kleineren Wasserfällen vorbei gekommen. Diese waren zwar nicht so spektakulär als die großen aber dafür in eine schöne Landschaft eingebettet. Hier war nicht ganz so viel los, sodass ich auch einmal ein paar Momente zum genießen für mich allein hatte.
 |
| Ein ruhiges und schönes Plätzchen |
Als letztes bin ich über den oberen Weg gegangen. Hier konnte ich noch einmal das schöne Panorama der Wasserfälle sehen. Außerdem war ich manchmal ganz nah an den Kanten, wo das Wasser hinab fiel. Es ist einfach ein Wunder der Natur und in seiner Größe fast unvorstellbar.
Müde und kaputt bin ich dann wieder Richtung Ausgang gegangen, wo mich die Besitzer des Hotels abgeholt haben. Sicherlich hätte ich noch viel mehr machen können aber ich war von den Eindrücken so überwältigt, dass mir gereicht hat. Es gibt zum Beispiel noch Bootsfahrten bis unmittelbar zu den Wasserfällen und geführte Touren durch den Dschungel.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen