Die
letzte Äquatorüberquerung meiner Weltreise war heute Morgen gegen 9:06 Uhr Ortszeit.
Zum ersten Mal in einer passagierfreundlichen Zeit, sonst waren die
Überquerungen immer mitten in der Nacht oder ganz früh morgens.
Ich möchte im Oktober 2011 eine ca. 8 Monate lange Weltreise mit Containerschiffen machen. Im Blog will ich über die Zeit vor der Reise berichten, die Reise selbst beschreiben und die Monate nach meiner Rückkehr.
Sonntag, 29. April 2012
Freitag, 27. April 2012
Die ersten Tage auf See
In
diesen Tagen habe ich mich erst mal richtig ausgeruht. Das heißt, vor allem
viel geschlafen denn ich war sehr müde. Wahrscheinlich hat sich mein Körper
erst mal zurückgelegt, da er wusste jetzt geht es Heim. Die ganze Anspannung
der letzten Monate ist jetzt weg und somit auch die Kraft meines Körpers.
Trotz
alledem bin ich auch meine Runden auf dem Schiff gegangen, habe mir die See
ganz vorn vom schönsten Platz auf dem Schiff angesehen. Wir hatten bis jetzt
auch wunderschönes Wetter mit ruhiger See und strahlenden Sonnenschein. Das
wird sich leider in den nächsten Tagen ändern, denn wir kommen dem Äquator
näher. Ort gibt es wieder die tropische Konvergenzzone mit unbeständigen meist
drüben Wetter.
Auf
der Rio de la Plata habe ich mich schnell eingelebt, denn alles hier gleicht
meinem letztem Schiff. Manchmal denke ich, dass ich noch auf dem andern Schiff
bin. Dieses Mal bin ich nicht allein als Passagier, ein älteres Ehepaar ist mit
mir an Bord. Sie sind wie ich in Südamerika zugestiegen und fahren jetzt nach
Hamburg.
Dienstag, 24. April 2012
Auf Wiedersehen Sao Paulo – Tschüss Brasilien
Nach
einer kleinen Verabschiedungsparty gestern Abend ging es heute Morgen ganz früh
los. Ich musste bereits gegen 7:00 Uhr in Santos sein. Um ein wenig Zeit zu
sparen flogen wir mit dem Helikopter dort hin.
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| Der Hilkopter wir für den Flug nach Santos fertig gemacht |
Diesmal
war Flug fast die ganze Zeit in den Wolken, nur in Santos öffnete sich ein
wenig der Himmel. Der Helikopter musste heute auf einem Hochhaus mitten in der
Stadt landen. Hierfür drehte er eine kurze Runde über das Meer und den Strand
von Santos, bis er schließlich das Hochhaus anflog. Das war wiedermal ein
Erlebnis, vor allem die Landung auf dem Hochhaus.
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| Der Anflug auf Santos |
Dann
ging es mit dem Fahrstuhl die letzten Meter nach unten wo ich mich von meinen
Freunden verabschiedet habe. Das war schon ein schwerer Abschied, wir hatten in
den letzten Wochen eine tolle Zeit gemeinsam. Ich hoffe jedoch, dass wir uns
bald in Deutschland wiedersehen werden.
Mit
ca. einer halben Stunde Verspätung kam meine Abholung. Er brachte mich zunächst
zur Zollbehörde, die um 8:00 Uhr öffnen sollte. Sogar fast pünktlich öffnete
ein Sicherheitsbeamter die Tür zur Behörde und wir konnten eintreten. Ein
Zollbeamter war aber noch nicht anwesend. Ich hörte dann, dass es eine oder
eineinhalb Stunden dauern könnte bis hier jemand den Stift bewegt. Na bravo
dachte ich und dafür mussten wir so früh aufstehen. Nach über einer Stunde kam
dann endlich ein Beamter der noch verschlafen seine Stempel unter meine Papiere
gemacht hat. Meine Koffer wurden verplombt und ab ging es zur Immigration. Dort
ging alles sehr schnell und wir konnten Richtung Hafen aufbrechen.
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| Der Hafen von Santos von oben |
Schließlich
erreichten wir gegen 10:00 Uhr nach drei Stunden das Schiff. Ich wollte nur
noch schnell in meine Kabine und schlafen. Das ging auch alles ganz einfach,
den die Hamburg Süd Schiffe sind baulich alle sehr ähnlich und so fand ich mich
ohne große Hilfe schnell selbst zurecht.
Beim
Mittagessen erfuhr ich dann, dass wir um 20:00 Uhr Auslaufen werden, na super
dachte ich und warum musste ich so zeitig hier sein? Ich konnte das nicht
verstehen.
So erfuhr ich ebenso,
dass wir den Tiefseehafen von Rio nicht anfahren sondern gleich in Richtung
Marokko auslaufen. Das war somit ein schneller Abschied aus Brasilien, zumal
ich die restliche Zeit des Tages fast nur geschlafen habe. Gegen 21:00 Uhr ging
es dann auf die ca. 10 tägige Überfahrt nach Nordafrika.
Jetzt geht es nach Hause
Heute
werde ich meine letzte Etappe mit dem Schiff antreten. In ca. 19 Tagen komme
ich in Hamburg an. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie ich mich auf Zuhause
freue. Jetzt bin ich über 7 Monate unterwegs und ich habe keine große Lust mehr
zu reisen. Es ist schon eine lange Zeit weg von der Familie, den Freunden und
dem vertrauten Umfeld.
Trotz
allem werde ich die letzten Tage auf See noch mal genießen und mich auf die
Heimat vorbereiten.
Sonntag, 22. April 2012
Eine große Überraschung für mich
Heute
Morgen haben mir meine Freunde gesagt, dass sie am Abend eine Überraschung für
mich haben. Sie mir nur gesagt, dass wir auf ein Konzert gehen werden. Ich habe
natürlich den ganzen Tag gegrübelt, wohin wir wohl heute Abend gehen werden.
Erst
am Eingang der Halle habe ich dann gesehen, welche Überraschung sie für mich
haben. Ich habe ein Schild gesehen auf dem Bob Dylan stand. Hammer! Ein Konzert
von Bob Dylan und wir saßen ganz weit vorn, in der 7. Reihe. Die Show war
beeindruckend, ein weiter Höhepunkt meiner Weltreise. Hier einige Bilder des
Konzerts.
Party bei meinen Freunden
Am
Freitag gab es eine große Party in der Wohnung meiner Freunde. Es wurde ein Geburtstag
gefeiert. Schon die ganze Woche liefen die Vorbereitungen für die Party, denn
es sollte ein „großer“ und schöner Event werden.
Die
Party hatte alles zu bieten was man sich so vorstellen kann für ein Fest in
Brasilien. Natürlich gab es das traditionelle Getränk der Brasilianer, Caipirinha!
Außerdem war eine Samba Band als eine der Attraktionen auf dem Fest.
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| Samba Band |
Und
dann gab gegen Mitternacht noch eine Travestie – Show mit Sissi! „Sie“ heizte die
Leute ganz schön auf. Leider konnte ich nicht alles verstehen was sie von sich
gab aber manchmal sprechen auch Bilder, bzw. Szenen für sich.
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| Sissi |
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| ... |
Als
dann alle Shows beendet waren, hat der DJ für Stimmung gesorgt. Gegen fünf Uhr
hat er dann die Musik langsam herunter gedreht, sonst würden die Leute heute
noch tanzen.
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| Es wurde bis zum Morgen getanzt! |
Donnerstag, 19. April 2012
Sao Paulo aus der Luft
Als ich letzte Woche mit dem Helikopter nach Guarujá geflogen bin konnte ich ein paar schöne Fotos von Sao Paulo aus der Luft machen. Mit diesen Fotos kann man die Größe dieser Stadt ein wenig darstellen. Sao Paulo ist eine der größten Städte der Welt. Innerhalb des Stadtgebietes wohnen etwa 11 Millionen Menschen und mit allen Außenbezirken sind es etwa 20 Millionen Menschen.
Trotz der vielen Menschen, die im Stadtgebiet hauptsächlich in Hochhäusern leben, gibt es einige Stadtbezirke in denen noch normale (keine Hochhäuser) Häuser stehen. Das sind dann hauptsächlich Geschäfte und Restaurants. Die Bewohner von Sao Paulo gehen gern aus und essen oft in den zahlreichen Restaurants der Stadt. Die Restaurants bieten Essen aus der ganzen Welt an. Die Qualität des Essens ist sehr gut, jedoch sind die Preise schon überdurchschnittlich hoch. Alles in der Stadt ist ziemlich teuer, somit ist Sao Paulo auch eine der teuersten Städte der Welt.
Außerdem gibt es hier erstaunlicherweise viele grüne Oasen. Die zahlreichen Parks der Stadt und die vielen Bäume an den Straßen verschönern das Stadtbild erheblich.
Die Kehrseite der Medaille ist die hohe Kriminalität die hier herrscht. Tagsüber ist es kein Problem, wenn man sich in den belebten Innenstadtbereichen aufhält. Nachts sind auch diese sehr unsicher und gefährlich. Speziell die Hochhäuser sind eingezäunt und haben zum Teil mehrere Sicherheitsleute die rund um die Uhr das Gelände bewachen. Auch die hohe Polizeipräsens in den Straßen macht das deutlich.
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| Sao Paulo aus der Luft |
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| Sao Paulo aus der Luft |
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| Sao Paulo aus der Luft |
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| Sao Paulo aus der Luft |
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| Sao Paulo aus der Luft |
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| Sao Paulo aus der Luft |
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| Sao Paulo aus der Luft |
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| Die Formel 1 Strecke von Sao Paulo |
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| Hier wohne ich zurzeit |
Dienstag, 17. April 2012
Bratkartoffeln und Caipirinha
Als ich das letzte Mal vor 12 Jahren hier in Sao Paulo war habe ich für die ganze Familie meiner Freunde Bratkartoffeln gemacht. Seitdem schwärmen alle von meinen Bratkartoffeln. Schon als ich ankam haben sie mich gefragt, wann ich wieder für sie koche.
Heute war es dann soweit, ich habe für 12 Personen Bratkartoffeln zubereitet und gleichzeitig der Köchin meiner Freunde gezeigt, wie die Bratkartoffeln gemacht werden. So müssen meine Freunde nicht wieder 12 Jahre warten bis sie das nächste Mal Bratkartoffeln essen können.
Die ganze Schnippellei der Zutaten hat etwa 90 Minuten gedauert, denn für 12 Personen braucht man schon ein paar Kartoffeln. Anschließend ging es dann für eine Stunde an den Herd und das beliebte deutsche Essen war fertig. Zwischendurch hat die Köchin meiner Freunde noch einen Salat und den Nachtisch zubereitet. So haben wir zusammen ein kleines Menu gezaubert.
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| Heiko am Herd |
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| Wer möchte mal probieren? |
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| Der Tisch ist gedeckt! |
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| Das Dream Team des heutigen Abends! |
Natürlich hat es allen geschmeckt und es ist fast nichts übrig geblieben.
Sonntag, 15. April 2012
Mein Wochenende in Guarujá
Guarujá ist eine Stadt in der Nähe von Santos. Die umliegenden Strände sind für viele Bewohner von Sao Paulo ein beliebter Erholungsort am Wochenende. Meine Freunde habe hier ein Wochenendhaus, wo sie sich fast jedes Wochenende aufhalten.
Das Haus ist in einer Anlage, wo nur Eigentümer und Mieter der Häuser rein dürfen. Da aber die Strände in Brasilien öffentlich sind, muss man pro Tag auch eine gewisse Anzahl von Leuten in die Anlage lassen, die hier nicht wohnen.
Das Haus meiner Freunde liegt in der Nähe einer der Strände, ca. 100 Meter entfernt. Dieser ist klein aber hier sind weniger Leute. Der andere Strand liegt etwa 15 Minuten zu Fuß von ihrem Haus entfernt und ist viel größer und breiter. Hier es gibt dort einen Wasserfall unter den man sich stellen kann. Das Wasser war ganz schön kalt und ich musste mich schon überwinden unter den Wasserfall zu stellen.
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| Der kleine Strand in der Nähe des Hauses meiner Freunde |
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| Der kleine Strand in der Nähe des Hauses meiner Freunde |
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| Der kalte Wasserfall |
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| Der andere Strand |
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| Eine "Bewohnerin" der Anlage |
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| Eine Straße in der Anlage |
Die Anlage selbst ist sehr grün und vor allem sehr gepflegt. Es gibt keine Zäune nur jede Menge Schilder das man die jeweiligen Grundstücke nicht betreten darf, vor allem in Strandnähe.
Am Abend sind dann ein paar Freunde meiner Freunde angekommen und wir haben eine kleine Party gemacht. Heute Morgen gab es ein ausgiebiges Frühstück und danach sind wir alle zum Strand gegangen. Den Nachmittag haben wir einem traditionellen Churrasco verbracht, bevor die ersten Leute wieder nach Sao Paulo gefahren sind. Wir werden erst morgen früh mit dem Helikopter zurückfliegen.
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| Party mit meinem Freund aus Paraguay |
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| Und wer keine Lust hatte an den Strand zu gehen, konnte hier schwimmen |
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| Churrasco |
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| Jetzt geht los... |
Freitag, 13. April 2012
Über 20.000 Seitenaufrufe
Seit heute habe ich mehr als 20.000 Seitenaufrufe auf meinem Blog. Ich hätte nie gedacht, dass meine Reise so viel Interesse erweckt. Hiermit danke ich allen Lesern für euer Interesse und hoffe, dass ich für euch bis zum Ende meiner Reise noch viele Interessante Post erstellen werde!
Mit dem Helikopter zum Strand
Heute habe ich eine wenig meine eigene Rolle gebrochen, ich bin das erste Mal während meiner Reise geflogen. Aber die Gelegenheit das erste Mal in meinen Leben mit einem Helikopter zu fliegen wollte ich mir nicht entgehen lassen! Und es war wirklich sehr cool!
Wir sind mit dem Helikopter der Familie meiner Freunde von Sao Paulo zu ihrem Strandhaus geflogen. Normalerweise braucht man ungefähr 2 Stunden abhängig vom Verkehr. Der Flug dauert etwa 20 Minuten. Dabei konnte ich das Ausmaß der Stadt Sao Paulo mal sehen. Diese Stadt ist wirklich riesengroß, die größte Stadt auf meiner Reise. In den nächsten Tagen werde ich ein paar Fotos von der Stadt von oben in den Blog stellen.
Und der Hammer war, als wir über Santos geflogen sind habe ich mein nächstes Schiff gesehen, die Rio de la Plata. Das Schiff ist jetzt auf den Weg nach Buenos Aires und auf dem Rückweg werde ich in Santos einsteigen.
Mittwoch, 11. April 2012
Moskitos in Sao Paulo
Bis hierher habe ich mein Moskitonetz durch die Welt getragen und nicht gebraucht. So habe ich eine der letzten Sachen die ich aus meinem Gepäck noch nicht verwendet habe jetzt benutzt. Das heißt doch mal optimal gepackt, oder!
Ich schlafe nicht gern mit Klimaanlagen und da wir hier relativ ruhig wohnen, angrenzend an einen Park möchte ich lieber mit offenem Fenster schlafen. Nachdem ich mit diversen „Moskitoabwehrmitteln“ experimentiert habe, ist mir eingefallen das ich doch seit etwa sieben Monaten ein kleines gelbes, etwa 2 Kilo schweres Säckchen mit mir herumschleppe. Und siehe da, es passt perfekt für mein Bett. So schlafe ich seit ein paar Tagen richtig gut und vor allem ohne die lästigen Moskitoattacken. Das finden alle sehr witzig und sagen mir, dass ich ein verrückter Weltreisender bin.
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| Schlafen ohne Moskitoattacken |
Es gibt noch ein paar Dinge aus meinem Gepäck, die ich nicht verwendet habe. Das sind hauptsächlich Sachen, die ich nicht angezogen habe. Manche passen mir sogar nicht mehr, da ich ein paar Kilos zugelegt habe.
Montag, 9. April 2012
Angekommen in Sao Paulo
Jetzt nach 5 Tagen in Sao Paulo wird es Zeit mal wieder einen Post zu schreiben. Ehrlich gesagt hatte ich auch wenig Zeit in den letzten Tagen. Ich habe viele alte Freunde wieder getroffen und neue Leute kennengelernt.
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| Meine zwei treuen Freunde habe mich bis hierher begleitet |
Außerdem ging es mir in den ersten Tagen nicht so gut. Ich hatte mir wahrscheinlich einen Nerv eingeklemmt und dadurch höllische Schmerzen. So kam am Samstag ein Therapeut ins Haus meiner Freunde der mich wieder zu Recht gebogen und massiert hat. Außerdem hat er gleich mal meinen Energiefluss mit Akkupunktur ins Gleichgewicht gebracht. Heute nach 2 Tagen bin ich bereits fast Schmerzfrei und ich kann die Zeit hier weiter genießen.
Da ich Statistiken mag, habe ich mal ausgerechnet wie viele Stunden ich bis Sao Paulo unterwegs war. Es sind ungefähr 4.848 Stunden (202 Tage) bis Sao Paulo. Wenn man bedenkt, dass man mit dem Flugzeug von Haustür zu Haustür etwa 20 Stunden unterwegs ist, ist das schon ein „gewaltiger“ Unterschied. Manchmal ist aber der längere Weg der besserer und wenn man wie ich den Luxus „Zeit“ hat, kann man schon mal paar Stunden länger bis zum Ziel reisen. Und wie die meisten Leser meines Blogs wissen, dabei habe ich eine Menge erlebt!
Der Höhepunkt der ersten 5 Tage, war das Pessach Fest bei der Familie meiner Freunde. Ich hatte noch nie direkten Kontakt mit der jüdischen Religion, deshalb war ich auch ziemlich aufgeregt vor dem Fest. Was sich später als übertreiben rausstellte. Ich wurde sehr herzlich als Gast der Familie empfangen und schnell legte sich meine Aufregung. Das Fest wurde von einem Rabbiner aus Argentinien begleitet. Traditionsgemäß wurden Texte gelesen und in einer bestimmten Reihenfolge Speisen und Getränke verzehrt. Leider ist mein Portugiesisch nicht so gut das ich alles verstehen konnte. Trotzdem habe ich mich ganz schnell wohl gefühlt und eine Menge Gespräche mit interessanten Menschen geführt.
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| Auf dem Pessach Fest der Familie meiner Freunde |
Des Weiteren waren wir bei einem Konzert der Foo Fighters und wie gesagt auf mehreren Partys von Freunden meiner Freunde. Ich freue mich schon auf die nächsten Tage, denn da gibt es einige interessante Ausflüge für mich.
Mittwoch, 4. April 2012
Die letzte lange Busfahrt nach Sao Paulo
Jetzt fehlen mir nur noch ca. 18 Stunden Busfahrt und ich habe Südamerika durchquert. Sao Paulo liegt zwar nicht unmittelbar am Atlantik aber von dort aus ist man in ca. 2 Stunden in Santos, wo ich dann meine letzte Schiffsreise am 25.04.2012 antreten werde.
Die Abfahrt unseres Busses verzögerte sich um etwa eine Stunde, das lag daran das der Bus nicht in Puerto Iquazu losgefahren ist. Der Bus kam aus einer anderen Stadt in Argentinien und hatte bereits einige Stunden Fahrzeit hinter sich. Aber da es auf den südamerikanischen Busbahnöfen immer was zu sehen gibt, war die Wartezeit kurzweilig.
Dann ging es los. Wie immer mussten ich für die Grenzformalitäten einige Zettel auffüllen, die für die Aus- und Einreise benötigt werden. Ohne große Probleme konnte ich Argentinien verlassen und in Brasilien einreisen. Wir mussten diesmal nicht unser gesamtes Gepäck durch die Zollkontrollen schleppen. Das hat mir sehr gefallen. Nur eine Frau hatte in Problem bei der Einreise nach Brasilien und das kostete uns noch einmal eine Stunde.
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| Die brasilianische Grenzstation in Foz de Iquazu |
Dann fuhren wir mit 2 Stunden Verspätung endlich los. Hurra ich bin in Brasilien! Alles hier kommt mir sehr vertraut vor und ich kann das Meiste lesen und verstehen. Auch hörte ich eine mir vertraute Sprache, schon in unserem Bus. Durch meine vielen Reisen nach Brasilien spreche ich ein wenig Portugiesisch.
Die Busfahrer haben richtig Gas geben, sie wollten die Verspätung wieder rausholen. Gegen 22:00 Uhr hat der Bus an einer Raststätte gehalten und ich konnte mein erstes brasilianisches Essen zu mir nehmen. Wie in Brasilien üblich gab es ein Buffet von dem man sich alles nehmen konnte. Anschließend wird der Teller gewogen und man bezahlt das Gewicht des Essens.
Nach dem Essen ging es wieder zurück in den Bus und ich bin dann relativ schnell eingeschlafen. Ich hatte diesmal wieder die sehr komfortable Variante gebucht, mit viel Platz zum schlafen. So bin ich dann kurz vor Sao Paulo aufgewacht. Tatsächlich hatten die Busfahrer es geschafft, die Verspätung wieder heraus zu fahren. So kamen wir relativ pünktlich in Sao Paulo an.
Dort wurde ich von meinen Freunden schon erwartet. Einer der emotionalsten Momente meiner Reise, ich habe mir vertraute Menschen nach sechseinhalb Monaten Reisezeit getroffen. Außerdem bin ich sehr glücklich das ich es bis hierher geschafft habe ohne große Problem und vor allem Gesund!
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| Meine Reiseroute bis Sao Paulo |
Montag, 2. April 2012
Puerto Libertad
Puerto Libertad ist eine kleine argentinische Ortschaft mit ca. 6.000 Einwohnern und liegt 40 km südlich von Puerto Iquazu. Hier leben einige europäische Einwanderer aber überwiegend Argentinier.
Am Ortsrand der Stadt liegt das kleine Hotel, welches von einer deutschen Auswanderfamilie aufgebaut wurde. Ich wurde auf dieses Hotel durch ein Familienmitglied aufmerksam gemacht, denn sie kannte die Familie in Deutschland. Die Anlage selbst ist noch nicht so alt, die ersten Arbeiten sind vor etwa 3 Jahren gestartet. Es gibt zwar nur wenige Zimmer zu vermieten aber diese sind sehr liebevoll eingerichtet. Wenn ich in meinem Zimmer liege denke ich, dass ich in Deutschland bin. Eine kleine, schöne deutsch-argentinische Insel auf meiner Weltreise.
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| Der Eingang zum Hotel |
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| Meine Unterkunft |
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| Das Restaurant |
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| Das Haus der Familie |
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| Ringsum sind viele Mate-Bäume |
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| Der Pool |
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| Und manchmal ist auch eine Vogelspinne vorbei gekommen - die sind aber nicht gefährlich |
Nicht nur die Anlage ist zum wohlfühlen, auch die Familie macht den Aufenthalt sehr angenehm. Ich wurde schon am ersten Tag ganz herzlich in Empfang genommen. Jetzt sitzen wir viel zusammen und reden über ihre Erlebnisse in Argentinien und meine Reise.
Am ersten Tag haben sie mir geholfen meine Weitereise nach Brasilien zu organisieren und zeigten mir die Umgebung von Puerto Libertad. So fuhren wir zu einem größeren Hotel mit einer Aussichtsplattform in Richtung Paraguay und einer kleinen Kirche ebenfalls in der Nähe der Landesgrenze zu Paragauy.
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| Der Weg zur Aussichtsplattform |
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| Blick von der Aussichtsplattform nach Paraguay |
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| Die kleine Kirche |
Anschließend ging es in eine benachbarte Edelsteinmine, die laut Aussagen der Betreiber noch Edelsteine abbaut. In der Mine gab es einen Schaupfad und sogar eine deutsch sprechende Führerin. Es ist interessant zu sehen, wie die Edelsteine in ihren Drusen im Felsen verborgen liegen. So machten wir eine etwa 1 stündige Führung mit und anschließend durften wir uns natürlich noch das hauseigene Geschäft ansehen.
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| Der Eingang zur Mine |
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| Blick auf den Besucherpfad - überall kann man Drusen sehen |
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| Eine Druse aus der Nähe |
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| Eine Druse aus der Nähe |
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| Eine Druse aus der Nähe |
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| Eine Druse aus der Nähe |
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