Erstaunlicher Weise bin ich heute Morgen ohne mir groß Gedanken zu machen zum zweiten Anlauf nach Macau gestartet. Es ging alles ganz schnell, denn ich wusste ja von gestern schon wie es funktioniert. Und dann stand ich wieder vor den Beamten der Immigration. Wie gestern schon runzelte der Officer kurz die Stirn und drückte auf den „Hilfeknopf“. Schnell kamen zwei Leute herbei und nahmen mich beiseite. Aber nach kurzer Diskussion war der Weg frei, Hongkong zu verlassen. Vielleicht hatte ich gestern nur den falschen Beamten erwischt. Die Leute heute meinten, dass alles kein Problem sei. Ich würde nur bei der Widereinreise meinen Status als Seemann verlieren. Aber genau das wollte ich ja und somit waren alle zufrieden.
Da nicht so viele Leute heute unterwegs waren, konnte ich sogar noch in die bereitstehende Fähre einsteigen und gleich losfahren. So hatte ich eine halbe Stunde Wartezeit gespart.
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| Die Fähre nach Macau im Fährhafen in Hongkong |
Die Überfahrt nach Macau dauerte etwa 50 Minuten. Die modernen Tragflächenboote sind richtig schnell auf dem Wasser unterwegs und das macht das Reisen angenehm. In Macau angekommen stürzten sich gleich wieder ein paar übereifrige Taxifahrer auf das Touristenvolk. Sie wollte eine Taxifahrt in die Stadt mit einer Stadtrundfahrt verbinden. Ich lehnte dankend ab und meinte ich laufe lieber in die Stadt. Unter dem Gelächter der Taxifahrer begab ich mich aus dem Terminal. Am Ausgang stand ein weiteres Empfangskomitee, was wesentlich schöner anzusehen war. Eine ganze Reihe schöner junger Frauen, die für jeweils ein Kasino Werbung machten. Denn von den Fähren kann man einen kostenlosen Bustransfer in die jeweiligen Kasinos nutzen.
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| Der nette Empfang in Macau |
Trotz der netten Einladung mit einem der Busse in ein Kasino zu fahren, bin ich bei meinem Plan die Stadt zu Fuß zu erobern geblieben. Nach einer kurzen Orientierungsphase ging es los. Schon bald habe ich den Prunk der Kasinos sehen können. Zuerst bin ich an einem riesengroßen künstlichen Vulkan vorbei gekommen. Links und rechts davon waren natürlich Kasinos. In der Nacht speit der Vulkan bestimmt auch Feuer. Umso näher ich in das Stadtzentrum kam, je mehr Kasinos konnte ich sehen. Auch wurden diese immer größer und prunkvoller. Bis ich dann vor dem Kasino Grande Lisboa stand. Hammer dachte ich und musste erst mal ein paar hundert Meter zurückgehen um das ganze Gebäude sehen zu können. Was für ein Bau, riesengroß und goldfarben. Da sieht man schon von außen wer auf jeden Fall beim Glücksspiel der Gewinner ist. Aber schon auf der Rückseite des Gebäudes wird der Aufmerksame Reisende wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Hier stehen ein paar kleine, alte und renovierungsbedürftige Gebäude, so wie einige Teile der Stadt aussehen.
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| Ein Vulkan in Macau |
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| Eines der Kasinos in mitten der Hochhäuser |
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| Ganz nah vor dem Kasino Grande Lisboa |
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| Und so sieht das Kasino von 200 Metern entfernt aus |
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| Der Blick hinter die Kulissen |
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| Ein letzter Blick in die kasinowelt von Macau |
Am späten Nachmittag auf dem Rückweg zur Fähre habe ich mir das Kasino Grande Lisboa mal von innen angesehen. Wie zu erwarten, war es genauso prunkvoll wie von außen. Interessanter waren die Beobachtungen an den Spieltischen. Wie viel Geld dort innerhalb weniger Minuten den Besitzer wechselte. Meistens war der neue Besitzer die Spielbank. Außerdem hat mich die Gestik und Mimik der Spieler beeindruckt. Manche schrien richtig laut vor Aufregung herum. Leider auf Chinesisch so konnte ich nichts verstehen. Nach einer knappen Stunde reichte es mir und ich bin ohne einen Cent zu verlieren wieder raus gegangen.
Der für mich interessanterer Teil von Macau war die alte Innenstadt. Dort konnte man ganz deutlich den portugiesischen Einfluss auf die Baukunst sehen. An manchen Stellen, wo die Altstadt weniger geschmückt war, war Portugal auf einmal ganz nah. Jedoch hatte der Schmuck zum chinesischen Neujahresfest zusammen mit dem europäischen Baustil auch einen ganz bestimmten Reiz. Dieser Teil der Stadt hat mir wesentlich besser gefallen als die riesengroßen Kasinobauten. Hier ein paar Eindrücke der alten und schönen Stadt Macau.
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| Ein großer Platz in der Altstadt |
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| Überall war der Schmuck des Neujahresfest zu sehen |
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| Eine schöne Misschung |
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| Hier war ein kleines Stück Europa zu sehen |
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| Hier war ein kleines Stück Europa zu sehen |
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| Hier war ein kleines Stück Europa zu sehen |
Am späten Nachmittag bin ich dann erschöpft von den Eindrücken und dem Fußmarsch wieder zurück nach Hongkong gefahren. Auch diesmal gab es eine kurze Diskussion bei der Grenzkontrolle aber dann bekam ich meinen ersehnten Touristenstatus.
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