Dienstag, 31. Januar 2012

Macau

Erstaunlicher Weise bin ich heute Morgen ohne mir groß Gedanken zu machen zum zweiten Anlauf nach Macau gestartet. Es ging alles ganz schnell, denn ich wusste ja von gestern schon wie es funktioniert. Und dann stand ich wieder vor den Beamten der Immigration. Wie gestern schon runzelte der Officer kurz die Stirn und drückte auf den „Hilfeknopf“. Schnell kamen zwei Leute herbei und nahmen mich beiseite. Aber nach kurzer Diskussion war der Weg frei, Hongkong zu verlassen. Vielleicht hatte ich gestern nur den falschen Beamten erwischt. Die Leute heute meinten, dass alles kein Problem sei. Ich würde nur bei der Widereinreise meinen Status als Seemann verlieren. Aber genau das wollte ich ja und somit waren alle zufrieden. 


Da nicht so viele Leute heute unterwegs waren, konnte ich sogar noch in die bereitstehende Fähre einsteigen und gleich losfahren. So hatte ich eine halbe Stunde Wartezeit gespart.

Die Fähre nach Macau im Fährhafen in Hongkong

Die Überfahrt nach Macau dauerte etwa 50 Minuten. Die modernen Tragflächenboote sind richtig schnell auf dem Wasser unterwegs und das macht das Reisen angenehm. In Macau angekommen stürzten sich gleich wieder ein paar übereifrige Taxifahrer auf das Touristenvolk. Sie wollte eine Taxifahrt in die Stadt mit einer Stadtrundfahrt verbinden. Ich lehnte dankend ab und meinte ich laufe lieber in die Stadt. Unter dem Gelächter der Taxifahrer begab ich mich aus dem Terminal. Am Ausgang stand ein weiteres Empfangskomitee, was wesentlich schöner anzusehen war. Eine ganze Reihe schöner junger Frauen, die für jeweils ein Kasino Werbung machten. Denn von den Fähren kann man einen kostenlosen Bustransfer in die jeweiligen Kasinos nutzen. 

Der nette Empfang in Macau
 
Trotz der netten Einladung mit einem der Busse in ein Kasino zu fahren, bin ich bei meinem Plan die Stadt zu Fuß zu erobern geblieben. Nach einer kurzen Orientierungsphase ging es los. Schon bald habe ich den Prunk der Kasinos sehen können. Zuerst bin ich an einem riesengroßen künstlichen Vulkan vorbei gekommen. Links und rechts davon waren natürlich Kasinos. In der Nacht speit der Vulkan bestimmt auch Feuer. Umso näher ich in das Stadtzentrum kam, je mehr Kasinos konnte ich sehen. Auch wurden diese immer größer und prunkvoller. Bis ich dann vor dem Kasino Grande Lisboa stand. Hammer dachte ich und musste erst mal ein paar hundert Meter zurückgehen um das ganze Gebäude sehen zu können. Was für ein Bau, riesengroß und goldfarben. Da sieht man schon von außen wer auf jeden Fall beim Glücksspiel der Gewinner ist. Aber schon auf der Rückseite des Gebäudes wird der Aufmerksame Reisende wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Hier stehen ein paar kleine, alte und renovierungsbedürftige Gebäude, so wie einige Teile der Stadt aussehen.

Ein Vulkan in Macau

Eines der Kasinos in mitten der Hochhäuser

Ganz nah vor dem Kasino Grande Lisboa

Und so sieht das Kasino von 200 Metern entfernt aus

Der Blick hinter die Kulissen

Ein letzter Blick in die kasinowelt von Macau

Am späten Nachmittag auf dem Rückweg zur Fähre habe ich mir das Kasino Grande Lisboa mal von innen angesehen. Wie zu erwarten, war es genauso prunkvoll wie von außen. Interessanter waren die Beobachtungen an den Spieltischen. Wie viel Geld dort innerhalb weniger Minuten den Besitzer wechselte. Meistens war der neue Besitzer die Spielbank. Außerdem hat mich die Gestik und Mimik der Spieler beeindruckt. Manche schrien richtig laut vor Aufregung herum. Leider auf Chinesisch so konnte ich nichts verstehen. Nach einer knappen Stunde reichte es mir und ich bin ohne einen Cent zu verlieren wieder raus gegangen.  

Der für mich interessanterer Teil von Macau war die alte Innenstadt. Dort konnte man ganz deutlich den portugiesischen Einfluss auf die Baukunst sehen. An manchen Stellen, wo die Altstadt weniger geschmückt war, war Portugal auf einmal ganz nah. Jedoch hatte der Schmuck zum chinesischen Neujahresfest zusammen mit dem europäischen Baustil auch einen ganz bestimmten Reiz. Dieser Teil der Stadt hat mir wesentlich besser gefallen als die riesengroßen Kasinobauten. Hier ein paar Eindrücke der alten und schönen Stadt Macau.

Ein großer Platz in der Altstadt

Überall war der Schmuck des Neujahresfest zu sehen

Eine schöne Misschung

Hier war ein kleines Stück Europa zu sehen

Hier war ein kleines Stück Europa zu sehen

Hier war ein kleines Stück Europa zu sehen
 
Am späten Nachmittag bin ich dann erschöpft von den Eindrücken und dem Fußmarsch wieder zurück nach Hongkong gefahren. Auch diesmal gab es eine kurze Diskussion bei der Grenzkontrolle aber dann bekam ich meinen ersehnten Touristenstatus.

Montag, 30. Januar 2012

Trouble in Hongkong

Frohen Mutes bin ich heute Morgen zur Fähre in Richtung Macau gefahren. Dort schnell ein Ticket gekauft und ab zur Immigration. Ich wollte ja schließlich früh in Macau ankommen, damit ich den ganzen Tag dort verbringen kann. Doch die Immigration in Hongkong hatte etwas dagegen, dass ich das Land auf diesem Wege verlasse. Ich hatte bei meiner Ankunft ein Crew Visum bekommen, weil irgendjemand etwas verkehrt gemacht hatte. Der Agent meinte aber es sei kein Problem, ich solle einfach nach Macau fahren und dann bekomme ich bei meiner Einreise ein Touristenvisum. Das Klang einfach und da ich sowieso nach Macau wollte war es kein Thema für mich. Jetzt meinten die Offiziere der Immigration ich könnte nur mit dem Flugzeug ausreisen, so wie es auf dem Visum steht. Da stand ich nun blöd rum und konnte nicht raus. Mir wurde erklärt, ich solle zum Hauptsitz der Immigration fahren und dort das Visum ändern lassen. Ich müsste nur beweisen, dass ich kein Seemann bin und dann bekäme ich ein Touristenvisum. 

Nun gut, da kam ich nicht weiter und so bin ich in mein Hotel zurückgefahren. Dort habe ich den Agenten kontaktiert der mich letzte Woche in Hongkong angemeldet hatte. Er meinte, dass die Leute mich ausreisen lassen müssten, denn andere Seeleute das auch könnten. Mit dieser Auskunft war ich nicht einverstanden und ich habe ihm gebeten mir zu helfen meinen Status entsprechend zu ändern. Schließlich war er es auch, der mich so angemeldet hatte. Nach einigen Telefonaten meinte er, dass er eine Bürgschaft zur Immigration schicken muss damit sich mein Status entsprechend ändert. Dieses Papier habe ich ebenfalls bekommen und damit versuche ich es Morgen noch einmal. Drückt mir mal die Daumen, dass es klappt!

Der Spaß hat mich den ganzen Vormittag gekostet und somit machte es keinen Sinn einen größeren Ausflug zu machen. Da die Sicht nicht ganz so schlecht war habe ich mich entschieden auf den Hongkong Island Peak zu fahren. Der Weg dorthin ist relativ einfach. In der Nähe der Talstation der Bahn hoch zum Peak gibt es eine U-Bahn Station. Auf dem Weg zur Talstation bin ich durch eine interessante Kulisse von Hochhäusern gelaufen. Hier ein paar Eindrücke von meinem Weg:

Auf dem Weg zur Talstation der Peak Tram

Auf dem Weg zur Talstation der Peak Tram

Auf dem Weg zur Talstation der Peak Tram

An der Talstation angekommen erwarte mich eine riesen Schlange von Leuten. Nun gut was blieb mir anders übrig als mich einzureihen. Manchmal herrschte in der Menschenmenge ein ganz schönes Gedrängel, anscheinend mögen die Asiaten das Getümmel in der großen Masse. Jeder will der Erste sein. Zum Glück ging es relativ schnell bis ich in den Zug nach oben einsteigen konnte.


Nach einer Stunde Wartezeit - meine Bahn fährt ein

Die Fahrt nach oben war ganz schön steil. So war es gut das es nur Sitzplätze gab, denn stehend hätte ich bei der Steigung kein Spaß gehabt. Vorbei an Hochhäusern und kleinen Wäldern waren wir in kappen 10 Minuten oben auf dem Peak. Hier erwartete mich ein wunderschöner Ausblick auf die Stadt. Zwar war die Sicht nicht so gut aber der Ausblick hat mich schon sehr beeindruckt und meinen Eindruck, das Hongkong die schönste Stadt auf meiner Reise ist, bestätigt. Natürlich gibt es auch von hier ein paar Fotos:


Aussichtsplattform auf dem Peak

Hongkong von oben - einfach nur schön

Hongkong von oben - einfach nur schön

Hongkong von oben - einfach nur schön

Gestern war ich ebenfalls auf Hongkong Island unterwegs. Leider war es fast den ganzen Tag sehr nebelig, sodass ich keine schöne Sicht auf die andere Seite hatte.

Schlechte Sicht - Blick von den Star Ferry Anlegern nach Kowloon

Hongkong Star Ferry

Begonnen habe ich meine Erkundungstour an den Star Ferry Anlegern. Von dort aus ging es dann weiter in die tolle Häuserkulisse. Da habe ich zum ersten Mal die coolen doppelstöckigen Straßenbahnen von Hongkong gesehen. Es ist schon beindruckend wie dicht die Häuser nebeneinander stehen und ebenso die verschiedenen Baustile.

Unterwegs in Hongkong Central

Unterwegs in Hongkong Central

Unterwegs in Hongkong Central
 
Mir war schon am Morgen aufgefallen, dass sich eine Menge Leute auf den Plätzen und Wegen versammelten. Ein freundlicher Mann erklärte mir den Hintergrund dieser außergewöhnlichen Versammlungen. Das sind alles Hausmädchen die hier in Hongkong arbeiten. Sonntag ist ihr freier Tag und dann treffen sich alle hier und gemeinsam zu essen, quatschen und tanzen. Mittlerweile werden für diese Treffen sogar Straßen gesperrt, sagte der Mann zu mir. Die Mädchen kommen aus ganz Asien, vor allem aus den armen Ländern um hier zu arbeiten. Ich habe mir ein Weilchen das Spektakel angesehen bevor ich weitergezogen bin.  


Die Hausmädchen auf den Straßen von Hongkong Central

Die Hausmädchen auf den Straßen von Hongkong Central

Die Hausmädchen auf den Straßen von Hongkong Central

Samstag, 28. Januar 2012

Die ersten Tage in Hongkong

Schon nach den ersten 2 Tagen steht für mich fest, Hongkong ist die coolste und schönste Stadt die ich bis jetzt auf meiner Reise gesehen habe. Die Stadt ist sehr schön und lebendig. So viele Menschen auf einem Fleck habe ich in meinen Leben noch nicht gesehen. Die Menschen drängeln sich hauptsächlich in den Einkaufstraßen herum, wo es manchmal auf den Bürgersteigen Stau gibt.  


Das Treiben auf der Nathan Road

An meinem ersten Tag habe ich erst einmal das Gebiet rund um mein Hotel in Kowloon erkundet. Hier gibt es eine große und sehr lange Einkaufsstraße, die Nathan Road. Diese Straße ist voller Geschäfte, Shoppingcenter, Restaurants und Geschäftsgebäuden.

Ein Gebäude auf der Nathan Road

In den Nebenstraßen herrscht weniger Gedrängel und irgendwie sind diese noch interessanter. Die farbenfrohen und funkelnden Reklameschilder gefallen mir besonders gut, obwohl ich diese nicht lesen kann. In den Nebenstraßen gibt es eine Menge kleiner Restaurants, wo bei manchen eine lange zu sehen ist. Die Leute stehen dort an um einen Platz in dem Restaurant zu bekommen.

Nebenstraßen der Nathan Road

Nebenstraßen der Nathan Road
 
In einer der Nebenstraßen habe ich einen kleinen Obstmarkt gefunden, wo ich für umgerechnet 1,50 EURO eine große Tüte mit Obst gekauft habe. Auch in den kleinen Supermärkten dort kann man sehr günstig einkaufen. Das macht den ansonsten nicht preiswerten Aufenthalt in Hongkong erschwinglicher. 

Am Abend war ich auf einem Nachtmarkt in der Temple Street. Dort kauft man Souvenirs, Klamotten und vieles mehr unter funkelnden Glühbirnen ein. Es ist eine tolle Atmosphäre mit vielen skurrilen Menschen und Produkten. 

Heute war ich dann an der Uferpromenade von Kowloon, gegenüber der Hongkong Island. Dort gibt es eine Avenue of Stars auf der ich lang geschlendert bin. Später dann habe ich mich eine ganze Zeit hingesetzt und das Treiben dort beobachtet.

Avenue of Stars
 
Die Sicht war heute das erste Mal etwas besser und so konnte ich die Skyline auf der Insel gut sehen. Auf dem Wasser zwischen der Insel und Kowloon herrscht ein wildes Treiben. Die berühmten Fähren fahren hin und her und ebenso eine Menge andere Schiffe.

Skyline von Hongkong Island

Skyline von Hongkong Island
 
Und überall kann man die bunten Drachen und Figuren sehen. Am Clock Tower habe ich eine besonders schöne Ansammlung bunter Figuren gefunden.

Im Hintergrund der Clock Tower

Drachen in der Nähe des Clock Towers
 
Morgen geht es dann auf die Hongkong Island und wenn das Wetter mitspielt werde ich auf den Victoria Peak fahren. Dort soll man einen wunderschönen Blick auf Hongkong haben.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Ankunft in Hongkong

Am frühen Morgen sind wir heute in Honkong angekommen. Leider war die Sicht nicht gut als wir Richtung Ankerplatz gefahren sind. Schon auf den ersten Inseln ragten die Hochhäuser empor, Hongkong war also ganz nah. Es dauerte nicht lange bis wir auf unserem Ankerplatz angekommen sind. Bei guter Sicht könnten direkt wir Hongkong Island sehen.

Die ersten Hochhäuser von Hongkong

Kurz nachdem wir den Anker geworfen hatten kamen auch schon die ersten schwimmenden Kräne und machten sich an unserem Schiff fest. Für mich war das sehr interessant, denn das hatte ich auf der Reise noch nicht gesehen.

Entladen des Schiffes auf Reede

Außerdem hatte ich während meinen Beobachtungen die Chance ein paar akrobatische Übungen der Hafenarbeiter zu sehen. Sie schweben mit den Containern von Schiff zu Schiff. Nicht schlecht aber ganz schön gefährlich.

Die mutigen Hafenarbeiter von Hongkong

Lange habe ich es heute draußen nicht ausgehalten, denn es ist ganz schön kalt geworden. Das Thermometer wollte nicht mehr als 12 Grad anzeigen. Noch vor einer Woche musste ich in Batam auf mein Zimmer gehen, weil es zu heiß draußen war. Jetzt sind es mal gute 20 Grad weniger als vor ein paar Tagen. Dieses Wetter wird mich in den nächsten Wochen begleiten. 

Nach dem Mittagessen kam mein Boot um mich an Land zu bringen. Die See sah zwar ruhig aus aber das kleine Boot schaukelte ganz schön. Wir wollten mein Gepäck über die Gangway auf das Boot schaffen aber das war nicht möglich. Zum einen hingen die Leinen der mobilen Kräne überall herum und zum anderen schaukelte das Boot ganz schön rum. So ließen wir mein Gepäck am Heck des Schiffes mit einem Seil herunter, Stück für Stück. Ich war ganz schön froh als alle Taschen heil auf dem kleinen Schiff waren. Ein bisschen hatte ich Angst, dass eine Tasche im Meer versenkt wird. Nach dem Gepäck war ich dran. Über die Gangway ging es auf das kleine Schiff. In diesem Moment fühlte ich mich wie ein Lotse, denn ich hatte in den letzten Monaten oft gesehen wie die Lotsen von Bord gingen. Hier ein paar Bilder von meiner abenteuerlichen Bootsfahrt.

Mein Wassertaxi

Der erste Versuch mein Gepäck an Bord des kleinen Bootes zu bringen

So ging es besser und sicherer

Da hängt sie, meine Gitarre

Letzter Blick auf die MV Yellow Sea

Als ich dann im Boot saß ging alles ganz schnell. Wir schaukelten Richtung Innenstadt, wo wir direkt bei der Hongkong Immigration an Land gingen. Dort wartete der Agent auf mich, um mit mir alle weiteren Formalitäten zu erledigen. Danach hat er mich noch in mein Hotel gefahren. 

Das Hotel liegt ganz zentral im Stadtteil Kowloon. Von hier aus habe ich es nicht weit zur U-Bahn und in ein paar benachbarte Shoppingcenter. Noch am späten Nachmittag habe ich eine kleine Runde um mein Hotel herum gedreht. Morgen geht es dann auf große Entdeckungstour durch Hongkong.

Mittwoch, 25. Januar 2012

South China Sea

Jetzt sind wir schon 4 Tage auf See und haben Hongkong immer noch nicht in Sichtweite. Das hat einen ganz bestimmten Grund, denn wegen des Chinese New Year können wir erst am 26.01.2012 gegen Morgen einlaufen. Das ist etwa eineinhalb Tage später als geplant. Wir haben die Zeit mit Treiben während der letzten zwei Tage überbrückt. Zum Glück hatte sich der Kapitän entschieden am Tag zu treiben. Da die Wellen dauernd an das Schiff schlagen ist das tagsüber nicht ganz so unangenehm. 

Außerdem hatte ich schon am ersten Tag erfahren, dass das Containerschiff auf Reede in Hongkong entladen und beladen wird. Das hatte ich noch nicht auf meiner Reise und auch das ich mit einem kleinen Schiff an Land gebracht werden muss. Zuerst freute mich das aber jetzt ist meine Freude zweigeteilt. Denn die Kosten für den Transport zum Hafen darf ich bezahlen und das sind gleich mal 310 US Dollar. Mit diesen Kosten hatte ich so nicht gerechnet und niemand hatte mich vorher informiert. 

Ansonsten ist es hier auf dem Schiff sehr angenehm. Ich kann mal wieder richtig deutsch reden und das Essen ist auch sehr deutsch und richtig gut. Mittlerweile hat sich auch mein Magen wieder von dem indonesischen Essen erholt.

Samstag, 21. Januar 2012

Auf Wiedersehen Singapur

Gestern Abend gegen 21:00 Uhr wurde ich von meinem Hotel abgeholt und zu meinem Containerschiff gebracht. Ich hatte erst ein ungutes Gefühl, denn der Agent der meine Einschiffung organisieren sollte war bisschen komisch. Er antworte nicht auf meine Mails, obwohl ich um eine Bestätigung gebeten hatte. Ich musste den Agenten immer anrufen um Informationen zu bekommen. Schließlich hat alles geklappt und ich bin sehr gut auf der MV Yellow Sea angekommen.

Dort erwarteten mich zu meiner Freude einige deutsche Seeleute. Der Kapitän, der 1. und 2. Offizier und der Chief Ingenieur kommen aus Deutschland. Einige davon sogar wieder aus der Nähe von Leipzig. Endlich mal wieder richtig quatschen in der eigenen Sprache. Außerdem gibt es hier deutsches Essen, da kann sich mein Magen erholen. Ich hatte in den letzten Tagen in Indonesien einige Probleme nach dem Essen, vor allen den Chili vertrage ich wahrscheinlich nicht.

Die MV Yellow Sea ist schon ein älteres Schiff aber im inneren sieht es aus wie neu. Meine Kabine ist riesengroß und schön eingerichtet. Es ist alles viel großzügiger als auf meinem letzten Schiff. Aber auch hier heißt es fleißig Treppensteigen. 

Meine Kabine auf der MV Yellow Sea

Das Schiff lag im Hafen von Singapur der ganz in der Nähe der Innenstadt ist. Von Bord konnte ich die prunkvollen Häuser der Bankenviertels sehr gut sehen. Auch das wohl bekannteste Gebäude, das Marina Bay war deutlich zu sehen. Ich erinnerte mich, wie ich vor ein paar Wochen dort oben auf der Terrasse war und genau auf diesen Hafen gesehen hatte. Damals habe ich das mit einem großen Fernweh getan und heute heißt es endgültig Abschied nehmen von Singapur.


Blick vom Schiff auf das Bankenviertel von Singapur

Heute kurz vor Mittag sind wir dann ausgelaufen. Langsam entfernten wir uns vom Hafen. Ich habe noch einmal den Moment genutzt um mich von Singapur zu verabschieden. Ein letztes Mal der Blick auf die Skyline der Stadt, bevor es auf die hohe  See geht. In vier Tagen werde ich eine neue große und bekannte Stadt in Asien kennenlernen, worauf ich mich schon sehr freue.


Zum letzten Mal auf dieser Reise - Tschüß Singapur