Sonntag, 25. März 2012

Geyser del Tatio und Machuca

Um 3:45 Uhr klingelte heute Morgen mein Wecker, denn kurz nach 4:00 Uhr wurde ich vom Hotel abgeholt. Der Grund meines frühen Aufstehens, war meine Tour zu den Geyser del Tatio und dem Dorf Machuca. 

Am frühen Morgen sind die Geysere (Geysire) besonders aktiv und durch die Kälte sind die Dampfsäulen besonders hoch. Nun da muss der entdeckungsfreudige Weltreisende mal seinen Schlaf zeitiger unterbrechen. Die Fahrt dauerte etwa 2 Stunden, bis wir das Geysirfeld erreicht hatten. Dort oben auf ca. 4200 Meter, nur 8 Kilometer von Bolivien entfernt war es bitter kalt. Das Thermometer zeigte minus 5 Grad an. Außerdem war die Luft ganz schön dünn, die ersten Meter dachte ich, dass ich auf einen anderen Planeten bin. Aber mit ganz langsamen Schritten ging es nach einer kurzen Eingewöhnungsphase. Jedoch waren alle Strapazen schnell vergessen als ich diese Schönheit der Natur gesehen habe. Ich war schlicht abgelenkt von allen was um mich herum passierte. Nach unserem einstündigen Rundgang gab es dann noch ein Frühstück in über 4000 Meter, bevor es dann weiter ging.

Kalt, müde aber glücklich

Das Geysirfeld in der Morgendämmerung

Ein aktiver Geysir - aller 90 Sekunden bricht er aus

Langsam kommt die Sonne raus

Jetzt wirds richtig schön

Alpakas im Morgendunst

Die nächste Attraktion war nicht weit entfernt von dem Geysirfeld. Wer wollte konnte jetzt in ein warmes Thermalbad steigen. Immerhin kam die Sonne jetzt heraus aber die Temperaturen waren noch um die Null Grad. Ich verzichtete dankend auf ein warmes Bad in diese Höhe, sondern schaute mir lieber an wie die Anderen sich vergnügten.

Ein Bad auf 4200 Meter

Hier kommt das warme Wasser her

Letzter Blick auf das Geysirfeld - Im Hindergrund die weißen Berge Bolivien

 Viele Leute aus unserem Bus taten das ebenso, sodass es bald weiter ging. Jetzt haben wir jede Menge Alpakas sehen können, die links und rechts des Weges weideten. Manchen waren sogar ganz schön mutig und näherten sich unserem Bus, zur Freude aller Fotographen.  

Lamgsam ging es bergab

Immer mehr Alpakas waren zu sehen

Da war einer neugierig oder mutig

Nach kurzer Zeit machten wir einen Zwischenstopp, an einer Stelle wo man Vulkane sehen konnte. Zum einen sahen wir den Licancabur (5920 Meter hoch), den Vulkan welchen man auch von San Pedro de Atacama sehen kann. Dieser Vulkan ist derzeit inaktiv. Doch neben dem Licancabur konnten wir einen aktiven Vulkan sehen, dessen Name ich leider vergessen habe. Damit ist auch einer meiner Wünsche auf dieser Reise in Erfüllung gegangen, einen aktiven Vulkan zu sehen.  


Vulkan Licancabur 5920 Meter (inaktiv)

Aktiver Vulkan

Hier noch mal ganz nah


Dann erreichten wir das Dorf Machuca, das etwa zwischen 3000 und 4000 Meter hoch lag. Es ist sehr klein, mit wenigen Häusern und einer sehr schönen alten Kirche. Die Leute aus dem Dorf erfreuten sich an den Besuchern und trieben reichlich Handel mit Speisen und Kräutern. Leider konnte ich die Bedeutung der Kräuter nicht erkennen, denn alles war in Spanisch aber gerochen haben sie ganz gut.
So gings weiter nach Machuca

Das Dorf Machuca

Die Kirche von Machuca

Die Kirche von Machuca

Eingang zur Kirche

Das Dorf


Unweit des Dorfes haben wir die Lama Herden der Dorfbewohner gesehen. Es waren Unmengen an Lamas in vielen verschiedenen Farben. Ein kleines Unglück unseres Busses begünstigte wiederum die Fotoaufnahmen. 
Die Lamas der Dorfbewohner

Bruder von Horst - dem Marketinglama aus dem Leipziger Zoo


Wir mussten von der eigentlichen Straße runter fahren, da diese defekt war. Unser Bus musste durch einen kleinen Bach fahren, wo er sich festgefahren hatte. Unter den „guten“ Ratschlägen einiger Mitreisender versuchten der Fahrer und der Reiseführer den Bus freizuschaufeln. Letztendlich hat uns aber ein Bagger rausgezogen und die Fahrt ging dann über die eigentlich gesperrte Straße weiter.


Unsere Zwangspause

Selbst die Dorfbewohner kamen zu schauen vorbei


Die ganze Aktion dauerte etwa eine Stunde und alle waren wirklich froh wieder zu fahren. Von jetzt an begann ein Wechselspiel der Landschaften. Wir konnten tiefe Schluchten sehen mit jede Menge Kakteen.


Wechselspiel der Landschaften

Wechselspiel der Landschaften

Wechselspiel der Landschaften


Zwischenzeitlich wurde es dann mal ein wenig grüner bis wir wieder die Wüste in der Nähe von San Pedro de Atacama sehen konnten. Ein wunderschöner Ausflug mit vielen interessanten Eindrücken, die ich nie vergessen werde. Schon allein dieser Tag machte mir bewusst wie wunderschön Chile ist und wie glücklich ich bin hier zu sein!


Wechselspiel der Landschaften

Wechselspiel der Landschaften - ganz ist hinten San Pedro de Atacama

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