Freitag, 30. März 2012

Fahrt von Salta nach Iquazu

Auch das war wieder eine 24 stündige Reise mit dem Bus. Diesmal musste ich sogar einmal Umsteigen. Jedoch war diese Busfahrt im Vergleich zu der letzten 24 Stundenfahrt wesentlich angenehmer. Die beiden Busse waren nicht ganz so voll und ich hatte viel mehr Platz für mich. Letztendlich waren es 24 Stunden die natürlich anstrengend waren und ich hatte manchmal das Gefühl die Zeit ist stehen geblieben.

Los ging es in Salta gestern Nachmittag um 15:45 Uhr vom Busbahnhof der Stadt. Ich hatte mich wie immer mit meinem großen und schweren Taschen mit dem Taxi dorthin bringen lassen. Wie auf jeden größeren Busbahnhof war hier auch eine Menge los, sodass ich Mühe hatte meinen Bus zu finden. Letztendlich ging alles gut und ich saß in meinem ersten Bus.

Der erste Bus von Salta nach Resistencia

Auch war die Natur auf dieser Fahrt völlig anders als von Valparaíso nach San Pedro de Atacama. Hier war es von Anfang an grün. Wir fuhren durch riesengroßes Weideland und durch Dschungel. Die Straßen waren gerade mit wenig Kurven. Manchmal konnte man Kilometweit die Straße sehen.

Straßen soweit das auge reicht und viel grün
  
Nach ca. 12 Stunden Fahrt, heute Morgen gegen 4:00 Uhr sind wir in Resistencia einer großen Stadt angekommen. Der Busbahnhof war diesmal nicht so belebt, es liefen nur wenige Menschen herum und die meisten Geschäfte waren geschlossen. Außerdem war es ganz schön kalt an diesem Morgen. Mein Anschlussbus nach Puerto Iquazu fuhr erst 7:00 Uhr weiter und irgendwie musste ich mir die Zeit vertreiben. So setzte ich mich auf eine Bank und beobachte die ankommenden und abfahrenden Busse. Als es dann immer mehr wurden, war es schon fast sieben Uhr. Pünktlich kam mein Bus an und ich konnte mich endlich wieder ein bisschen aufwärmen. Zuvor habe ich dem Busfahrer noch einen Zettel unter die Nase gehalten, dass ich bereits in Puerto Libertad aussteigen will. Kein Problem meinte er! Den Zettel hatte ich mir von dem Hotelbesitzer in Salta schreiben lassen, da mein Spanisch nicht so gut ist und die Busfahrer mit Sicherheit kein Englisch sprechen. 

Bus Nummer 2 - der Bequeme
 
Diesmal hatte ich einen super bequemen Bus erwischt. Der Sitz (Coche Cama) war fast wie ein Bett, so wie ich das von meinen Reisen durch Brasilien kannte. So konnte ich am Morgen noch mal ein paar Stunden richtig gut schlafen. Im Bus bekamen wir Frühstück und ein warmes Mittagessen serviert, ein toller Service. So waren die letzten 9 Stunden Fahrt recht angenehm und komfortabel.

So kann man in Südamerika reisen
 
Kurz nach 16:00 Uhr war es dann soweit, ich konnte endlich den Bus verlassen. Wie auch beim letzten Mal habe ich zu Schluss die Minuten gezählt, die aber nur ganz langsam vergangen sind. Als ich Ausstieg kam schon der Besitzer des kleinen Hotels angefahren um mich abzuholen. Diesmal wohne ich bei einem deutschen Ehepaar, die vor ein paar Jahren ausgewandert sind und hier ein kleines Hotel aufgebaut haben.           

Donnerstag, 29. März 2012

Salta – Argentinien

Die Stadt Salta ist mein Umsteigepunkt zu den Wasserfällen von Iquazu. Außerdem habe ich mich hier von den vielen Höhenmetern der letzten Tage ein wenig ausgeruht. Man sollte es nicht glauben, meinen Körper hat das ein wenig mitgenommen. Nach fast 2 Tagen hier spüre ich, dass sich alles wieder normalisiert. 

Angekommen in Argentinien
Zuerst habe ich wie gewohnt gestern meine Weiterfahrt zu den Wasserfällen organisiert. Als nächstes stand dann die Erkundung der leckeren argentinischen Küche auf dem Programm. Am ersten Abend habe ich gemeinsam mit einem Pärchen aus Deutschland zu Abend gegessen. Ich hatte sie auf der Fahrt von San Pedro de Atacama nach Salta kennengelernt. Das war ein ausgesprochener schmackhafter und unterhaltsamer Abend. Leider haben sich gestern unsere Wege getrennt, sodass wir den Abend nicht noch einmal wiederholen konnten. Die Restaurants in der Stadt sind schon speziell, vor allem wenn man das erste Mal hier in Argentinien ist. Es ist ein ausgesprochen feines Ambiente, mit stolzen und gut begleiteten Kellnern. Und nicht zu vergessen das schmackhafte und hochwertige Essen. Argentinien ist ja bekannt für seine hohe Fleischqualität und das kann ich nach zwei Tagen Testessen bestätigen. 

Jedoch habe ich nicht nur die argentinische Küche kennengelernt, sondern mir auch ein wenig die Stadt angesehen. Mein Hotel liegt sehr zentral und somit war das kein großer Aufwand, ich musste quasi ins Stadtzentrum gehen. Es ist eine sehr schöne Stadt mit vielen alten Gebäuden und Kirchen. Ich fühle mich hier ein wenig wie Europa, vielleicht auch weil die Menschen sehr europäisch wirken. Und dann ist Salta eine beliebte Touristenstadt im Norden von Argentinien. Das merkt man an jeder Ecke, gerade beim Mittagessen saßen neben mir ein Nordrhein-Westfale, eine Fränkin und ein Sachse. War schon interessant die Gespräche der Rentner mit zu verfolgen. Wie so oft gebe ich mich in diesen Situationen nicht unbedingt als Deutscher zu erkennen. 

Salta ist ausgesprochen sicher, hier herrscht wie auch schon in Chile eine hohe Polizeipräsenz. In der gesamten Innenstadt sieht man sehr viel Polizei. So kann man auch nachts ohne Probleme durch den Stadtkern gehen. Das ist durchaus ein sehr gutes Gefühl.

So jetzt gibt es wie immer ein paar Fotos von der Stadt Salta.

Mein kleines Hotel mitten in der Stadt

Ein Kirche gleich um die Ecke von meinem Hotel

Plaza 9 de Julio

Plaza 9 de Julio

Ein paar Eindrücke rings um den Plaza 9 de Julio

Ein paar Eindrücke rings um den Plaza 9 de Julio - Polizeipräzens

Ein paar Eindrücke rings um den Plaza 9 de Julio

Ein paar Eindrücke rings um den Plaza 9 de Julio

Heute Nachmittag geht es zum Busbahnhof und dann wieder 24 Stunden mit dem Bus zu den Wasserfällen von Iquazu. Dort werde ich in einem Hotel wohnen, welches von deutschen Inhabern geführt wurde. In den letzten Tagen hatten wir schon mehrfach Kontakt, da sie mir einige Tipps zur Busreise gegeben hatten.

Dienstag, 27. März 2012

Über die Anden nach Argentinien

Das war die schönste Busfahrt meines Lebens! In den etwa 9 Stunden Fahrzeit habe ich so viele wundervolle Eindrücke gewonnen, dass es mir schwer fällt diese zu beschreiben. Manchmal konnte ich keine Fotos machen, weil ich den Moment einfach nur genießen wollte. Da lenkt das Fotografieren nur ab und man bekommt gar nicht alles mit. Die ständigen Veränderungen der Landschaften von Wüsten, hohen Bergen, schroffen Felsen, Salzseen bis hin zu grünen Oasen in Argentinien sind einfach phänomenal. Zwischendurch gab es noch Flamencos, Lamas und Alpakas zu sehen, alles das was ich in den letzten Tagen in rund um San Pedro de Atacama gesehen habe. 

Der Pass den wir nach Argentinien überqueren mussten war ungefähr 4200 Meter hoch. So habe ich heute auch eine Menge Höhenmeter überwunden. Gestartet sind wir in San Pedro de Atacama bei 2400 Meter, dann bis zum Jama Pass auf 4200 Meter und wieder runter auf 1200 Meter zur Stadt Salta in Argentinien.

Diese Tour sollte man unbedingt mit einem Auto machen, dann kann man überall anhalten und den Moment der Schönheit richtig genießen. 

So jetzt genug der Schwärmerei, jetzt kommen die Bilder. Ich kommentiere nicht alle, schaut einfach und versucht die Fahrt über die Anden nach Argentinien ein wenig mitzuerleben. 

Grenzabferigung in San Pedro de Atacama











Geschafft wir sind in Argentinien















Montag, 26. März 2012

Toconao und Salar de Atacama

Mein zweiter Ausflug ging heute in das Dorf Toconao, welches in der Nähe des Salar de Atacama liegt. Danach haben wir den Salar de Atacama, einen Salzsee in der Wüste besucht.

Die Attraktion des Dorfes war ein alter Glockenturm und die dazugehörige Kirche. Das interessante an den Gebäuden war, dass hier jede Menge Kakteenholz verwendet wurde. Seit meinem Aufenthalt hier, weiß ich erst das man aus Kakteen Holz gewinnt und damit baut. Nach der Besichtigung der Kirche haben wir einen kleinen Rundgang durch das Dorf gemacht und unser Reiseführer hat eine Menge über das Leben und die Arbeit der Dorfbewohner erzählt. 

Der Glockenturm von Toconao

Die Tür des Turms aus Kakteenholz

Die alte Kirche des Dorfes

Man ist der groß...

Danach sind wir zum Salar de Atacama gefahren. Ein riesen Arial mitten in der Wüste. Das besondere an diesem See ist, dass hier bis zu 3 Flamenco Arten zu sehen sind. Wir haben heute zwei davon sehen können. Eingebettet in ein atemberaubendes Panorama konnten wir die schönen Tiere beobachten. Später dann sind wir über einen kleinen Pfad durch den See gegangen und unser Reiserführer hat uns die Brutstätten der Flamencos gezeigt. Aber zurzeit brüten die Flamencos nicht. 

Ein schönes Panorama vom Salar de Atacama

Flamencos

Blick über das Wasser

Flamencos

Ein Flamenco der mal seinen Kopf hebt

Der Pfad über den See

Blick über den See im Abendlicht