Auch das war wieder eine 24 stündige Reise mit dem Bus. Diesmal musste ich sogar einmal Umsteigen. Jedoch war diese Busfahrt im Vergleich zu der letzten 24 Stundenfahrt wesentlich angenehmer. Die beiden Busse waren nicht ganz so voll und ich hatte viel mehr Platz für mich. Letztendlich waren es 24 Stunden die natürlich anstrengend waren und ich hatte manchmal das Gefühl die Zeit ist stehen geblieben.
Los ging es in Salta gestern Nachmittag um 15:45 Uhr vom Busbahnhof der Stadt. Ich hatte mich wie immer mit meinem großen und schweren Taschen mit dem Taxi dorthin bringen lassen. Wie auf jeden größeren Busbahnhof war hier auch eine Menge los, sodass ich Mühe hatte meinen Bus zu finden. Letztendlich ging alles gut und ich saß in meinem ersten Bus.
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| Der erste Bus von Salta nach Resistencia |
Auch war die Natur auf dieser Fahrt völlig anders als von Valparaíso nach San Pedro de Atacama. Hier war es von Anfang an grün. Wir fuhren durch riesengroßes Weideland und durch Dschungel. Die Straßen waren gerade mit wenig Kurven. Manchmal konnte man Kilometweit die Straße sehen.
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| Straßen soweit das auge reicht und viel grün |
Nach ca. 12 Stunden Fahrt, heute Morgen gegen 4:00 Uhr sind wir in Resistencia einer großen Stadt angekommen. Der Busbahnhof war diesmal nicht so belebt, es liefen nur wenige Menschen herum und die meisten Geschäfte waren geschlossen. Außerdem war es ganz schön kalt an diesem Morgen. Mein Anschlussbus nach Puerto Iquazu fuhr erst 7:00 Uhr weiter und irgendwie musste ich mir die Zeit vertreiben. So setzte ich mich auf eine Bank und beobachte die ankommenden und abfahrenden Busse. Als es dann immer mehr wurden, war es schon fast sieben Uhr. Pünktlich kam mein Bus an und ich konnte mich endlich wieder ein bisschen aufwärmen. Zuvor habe ich dem Busfahrer noch einen Zettel unter die Nase gehalten, dass ich bereits in Puerto Libertad aussteigen will. Kein Problem meinte er! Den Zettel hatte ich mir von dem Hotelbesitzer in Salta schreiben lassen, da mein Spanisch nicht so gut ist und die Busfahrer mit Sicherheit kein Englisch sprechen.
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| Bus Nummer 2 - der Bequeme |
Diesmal hatte ich einen super bequemen Bus erwischt. Der Sitz (Coche Cama) war fast wie ein Bett, so wie ich das von meinen Reisen durch Brasilien kannte. So konnte ich am Morgen noch mal ein paar Stunden richtig gut schlafen. Im Bus bekamen wir Frühstück und ein warmes Mittagessen serviert, ein toller Service. So waren die letzten 9 Stunden Fahrt recht angenehm und komfortabel.
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| So kann man in Südamerika reisen |
Kurz nach 16:00 Uhr war es dann soweit, ich konnte endlich den Bus verlassen. Wie auch beim letzten Mal habe ich zu Schluss die Minuten gezählt, die aber nur ganz langsam vergangen sind. Als ich Ausstieg kam schon der Besitzer des kleinen Hotels angefahren um mich abzuholen. Diesmal wohne ich bei einem deutschen Ehepaar, die vor ein paar Jahren ausgewandert sind und hier ein kleines Hotel aufgebaut haben.

















































