Dienstag, 22. November 2011

Vorbei an Indonesien


Nun sind wir seit über 2 Tagen auf See und fahren immer noch an der Küste von Indonesien vorbei. Bis wir sie endgültig hinter uns lassen werden dauert es noch mindestens 2 Tage. Indonesien ist das ein riesen Land, das beeindruckt mich derzeit ganz schön. Außerdem ist die See die ganze Zeit so schön friedlich und wunderschön. Wir sehen kaum andere Schiffe, ich glaube heute habe ich kein einziges großes Schiff gesehen. Ab und zu tauchen ein paar kleine Fischerboote auf. Somit gehört uns die ganze Schönheit!


Auf der Java See

Die sehr friedliche See wird hier an Bord ausgenutzt. Jetzt können alle Arbeiten gemacht werden die notwendig sind. Speziell für die Wartung der 3 Kräne ist das Wetter optimal. Seit zwei Tagen hängen die mutigen Seeleute in den Lüften und fetten die Seile.


Die fleißigen Seeleute

Ansonsten unterscheidet sich der Alltag hier an Bord nicht zu den Schiffen die ich bis jetzt kenne. Die Seeleute reinigen das Schiff, andere entfernen den Rost und streichen die Stellen wieder. Trotz der viele Arbeiten herrscht eine Ruhe den ganzen Tag. Wie bei dem letztem Schiff mache ich meine Rundgänge und rede mit den Offizieren auf der Brücke. Ganz wichtig ist es für mich zu wissen, wo wir uns in etwa befinden. Außerdem erfahre ich so immer ob in den nächsten Stunden etwas Interessantes zu sehen ist. Derzeit passieren wir ab und zu ein paar kleine Inseln und an manchen Stellen sind auch die hohen Berge der großen Inseln zu sehen. Sogar Vulkane sind liegen in unmittelbarer Nähe unserer Route. 


Im Hintergrund ein Vulkan in der See

Wie schon auf dem ersten Schiff war ich in den ersten Tagen noch etwas unruhig. Wusste nicht so recht was ich zuerst machen sollte und habe viele Dinge angefangen aber schnell wieder beendet. Das hat sich nach über einer Woche gelegt und ich tue die Dinge jetzt bewusster und intensiver. Auch hier an Bord werde ich immer wieder gefragt, was ich so den ganzen Tag mache. Es muss doch unwahrscheinlich langweilig sein den ganzen Tag, höre ich immer wieder. Die meisten Seeleute können nicht verstehen, dass man freiwillig eine solche Reise macht. Ich erkläre den Seeleuten dann immer, dass auch andere Leute es nicht verstehen. Für mich ist es aber nach wie vor eine der wunderbarsten Möglichkeit der Reise und langweilig war es mir noch nie! Wie kann man zum Beispiel, sonst die Größe von Indonesien erleben?
Seit dem wir Jakarta verlassen haben sitze ich am Nachmittag vor meiner Kabine und schaue auf die Weite des Meeres. Dabei höre ich ganz entspannt Hörbücher. Ich sehe  so wie die vielen fliegenden Fische über das Wasser segeln und das Farbenspiel des Wassers. Heute hat sogar ein großer Schwarm Delfine unser Schiff gekreuzt. Das alles beeindruckt mich jeden Tag immer wieder. Der Sonnenuntergang beendet meinen heutigen Ausguck. 


Sonnenuntergang in der Java See

1 Kommentar:

  1. Ich kann die Faszination dieser Art zu Reisen absolut verstehen. Heutzutage kann man Reisende in drei Gruppen unterteilen: die, die einfach nur etspannen wollen und sich zwei Wochen nicht vom Fleck rühren, die die alles was nur irgendwie möglich in den zwei Wochen sehen wollen, und die die den Weg zum Ziel erklären.

    Ich gehöre leider meistens zur zweiten Gruppe und habe immer das Gefühl nicht genug Zeit zu haben. Einfach einmal Zeit zu haben auf einer Reise mss etwas absolut wunderbares sein.

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