Gegen 2:00 Uhr Nachts bin ich heute wach geworden. Es war alles noch so ruhig um mich aber ein Blick aus dem Fenster zeigte mir, dass wir bereits in der Einfahrt zum Suezkanal sind. So habe ich mich schnell fertig gemacht und bin erst mal zur Brücke. Dort herrschte wildes Treiben und so habe ich mich wieder aus dem Staub gemacht, um mir alles von draußen anzusehen. Außer viele Lichter und eine Straße gab es nicht viel zu sehen. Es musste erst hell werden damit ich richtig was sehen konnte. So konnte ich den Sand nicht sehen aber ganz genau riechen.
Als es dann langsam hell wurde, so gegen halb fünf schnappte ich mir meine Kamera um die Sonnenaufgang zu fotografieren. Mit einmal wurde es heller und heller und ich konnte schon mehr sehen. Die westliche Seite des Kanals war sehr gewohnt und grün. Die andere Seite sah aus als ob hier die Wüste beginnt, nur Sand. Umso heller es wurde desto mehr habe ich an Land sehen können. Es ist erstaunlich, dass es links und rechts vom Kanal so viele militärische Einrichtungen gibt. Man kann sagen aller paar hundert Meter waren Wachhäuser mit Posten drin. Manch Einer beobachtete uns ganz genau.
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| Sonnenaufgang im Suezkanal |
Zur Frühstückszeit sind wir am Bittersee angekommen. Ein großer See mitten im Suezkanal. Dort mussten wir ankern, um auf die Schiffe zu warten die aus dem Süden kamen. Erst wenn alle durch sind konnten wir weiterfahren. Das war dann gegen Mittag, als wir den Anker heben konnten. Mittlerweile wurde es so warm, dass ich mich öfters mal auf die Brücke begeben habe. Auf der Brücke ging die Post ab! Der Lotze spielte seine klassische Musik über sein Notebook ab und telefonierte dauert mit irgendwelchen Leuten, die mit Sicherheit nicht mit seiner Arbeit zu tun hatten. Zwischendurch schrie er immer mal wieder den Kurs dem Matrosen zu, der am Steuer stand. Lange konnte ich es trotz klimatisierter Luft nicht aushalten, das Spektakel des Herren ging mir auf die Nerven.
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| Reede auf dem Bittersee mittem im Suezkanal |
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| Unsere Verfolger auf dem Kanal |
So suchte ich mir draußen ein schattiges Plätzchen. Ich fand das alles so faszinierend, mit so einem großen Schiff durch die Wüste zu fahren. Und dann noch die ganzen militärischen Einrichtungen, die zum einen interessant aber auch etwas bedrohlich auf mich wirkten. So gegen 16:00 Uhr hatten wir das Ende des Kanals erreicht. Das rote Meer lag vor uns. Mit der Stadt Suez verabschiedete sich der Kanal von uns. Hier konnten wir noch mal eine paar interessante Gebäude sehen, unter anderen eine Moschee die gleich neben dem Kanal stand.
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| Ende des Kanals in Suez |
Der derzeit interessanteste Tag meine endete dann mit einem sehr schönen Sonnenuntergang. Die verschwand hinter den Bergen an die im Horizont zu sehen waren.




Ach Heiko. Zunächst sind wir alle froh wieder was zu hören. Waren schon lange Tage ohne ein Lebenszeichen.
AntwortenLöschenUmso schöner jetzt die letzten Erlebnisse revue passieren zu lassen.
Ich lese deine Blogs sehr gern. Immer mal kurz abtauchen in eine andere Welt :).
Ich freue mich auf dein Buch was dann hoffentlich unterschrieben wird von dir :)