Heute war es soweit, ich bin das erste Mal nach meiner Abreise zum Friseur gegangen. Ich hatte schon bei der Ankunft einen Friseur gesehen, jedoch war das der Damensalon. Nur gut, dass ich gefragt hatte, denn sonst wäre ich dort hin gelaufen. So hat mich der Besitzer der Bungalows zum einzigen Herrenfriseur der Insel gefahren. Die Leute hier kennen sich alle, zu mindestens war das mein Eindruck als wir mit dem Moped dort hin fuhren. Er grüßte jeden an dem wir vorbei fuhren und bei manch einem wurden gleich während der Fahrt ein paar Worte gewechselt.
So kamen wir nach einer halben Stunde beim Friseur an. Ich hätte den Friseur niemals gefunden, er war so versteckt hinter kleinen Bäumen und Pflanzen. Außerdem war es kein Friseurladen, sondern ein kleiner Bretterverschlag der mich zunächst an eine Unterkunft für Tiere erinnerte. Erst beim zweiten Mal hinsehen habe ich dann den Friseur mit einem Kunden sehen können.
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| Der Herrenfriseur der Insel Koh Jum |
So mussten wir warten. Der Besitzer der Bungalows meinte, dass wir in der Zwischenzeit eine Kleinigkeit essen können. Denn neben dem Friseursalon gab es ein kleines Straßenrestaurant, welches von der Frau des Friseurs betrieben wurde. Es gab Papayasalat mit Huhn und jede Menge grünen Salat. Papayasalat ist ein süß, säuerliches und scharfes Geschmackserlebnis. In dem Salat waren fein geschnittene Papaya, Möhren, anderes Gemüse, Limonen, getrockneter Fisch, Chili und geröstete Erdnüsse. Beim Essen lief mir ganz schön der Schweiß, obwohl ich schon eine mildre Version des Salates bekommen habe. Mein Begleiter hatte die Version für Einheimische!
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| Warten auf den Haarschnitt |
Das war ein guter Zeitverreib bis ich dann an der Reihe war. Ich bin erst mal allein zum Stuhl gegangen. Doch schnell musste ich nach Hilfe rufen, denn der Friseur sprach kein Englisch. Nach ein paar Sätzen hin und her setzte er an. Es sah sehr professionell aus und somit ließ ich ihn entspannt an mir rumschnippeln. Ich habe mich indessen dem Geschehen um mich herum gewidmet. Da liefen die Hühner herum, andere Leute kamen auf ein Gespräch vorbei und auf der naheliegenden Straße war ebenfalls einiges los. Er machte es sehr genau und ließ sich viel Zeit. Das Ergebnis schließlich konnte sich sehen lassen. Dann legte er den Stuhl um und ich wurde zum Abschuss noch rasiert. Das war schon sehr gewöhnungsbedürftig für mich. Nicht das es ganz schön geziept hat, nein ich wurde noch nie von einem Fremden rasiert.
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| Auf dem Stuhl |
Glücklich und zufrieden bin ich dann zurück in die Anlage gekommen. Es war ein tolles Erlebnis, so wie ich es mir schon vor einigen Monaten vorgestellt hatte.



Hallo Großer,
AntwortenLöschenIch würde sagen ich kann es als gelungen bezeichnen siehst gut aus.:-)
Verfolge mit Spannung und schmunzelnd deine Abenteuer und hoffe du erlebst die schönsten Monate.Wir denken alle an dich.
Liebe Grüße dein Cousinchen