Kurz nach dem ich am Bahnhof in Kuala Lumpur angekommen bin, kam ich in Kontakt mit zwei Engländern. Die Konversation war nicht einfach, denn ihr englischer Dialekt war schwer zu verstehen. Schließlich nach x-maligen nachfragen haben wir uns verstanden. Sie fahren ebenso wie ich nach Krabi in Thailand. Super dachte ich, so muss ich nicht allein fahren.
So verging die Zeit sehr schnell bis wir in den Zug durften. Der Zug war so ähnlich wie der Zug von Singapur nach Kuala Lumpur, nur war jetzt ein Schlafwagen am Ende des Zuges. Die Liegen waren super komfortabel und schnell hatte ich mir mein Schlafplatz hergerichtet. Denn ich war sehr müde und wollte schnell schlafen. Mir gegenüber hatte sich ein weltreisender Pole einquartiert. Schnell kamen wir ins Gespräch. Er arbeitete in Irland mehrere Jahre und jetzt reist er bis sein Geld alle ist. Er hat in der Türkei angefangen und ist mit Bussen durch mehrere Länder bis in den Iran gefahren. Von da aus ist er nach Kuala Lumpur geflogen. Er hat viele interessante Geschichten erzählt und somit wollte ich auf einmal nicht mehr schlafen.
Irgendwann besiegte mich die Müdigkeit und ich zog meinen Vorhang zum schlafen zu. Ich konnte in dieser Nacht sogar einige Stunden schlafen. Am Morgen erreichten wir dann die Grenze zu Thailand. Alle mussten den Zug verlassen um die Formalitäten zu erledigen. Inzwischen hatte sich auch eine Holländerin zu unserer kleinen Gruppe gesellt. Sie kam aus China, wo sie ein Jahr als Englischlehrerin gearbeitet hatte. Jetzt wollte irgendwo hin, sie hatte kein richtiges Ziel. Die Grenzkontrolle verlief ohne Probleme, wir mussten nur eine ganze Weile warten, da unser Zug auf einmal weg war. Sie hatte bis auf zwei Wagen alle anderen abgekoppelt. Danach dauerte die Fahrt nur noch eine halbe Stunde bis wir in Thailand ankamen.
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| Im Schlafwagen von Kuala Lumpur nach Thailand |
Im Bahnhof von Hat Yai sprangen auf einmal mehrere Leute auf den einfahrenden Zug auf und fragen uns wo wir hin wollen. Sie kreisten um uns wie Fliegen um einen Scheißhaufen. Schließlich drängelte sie uns in einen Laden neben den Bahnhof. Sie wollten uns eine Fahrt nach Krabi verkaufen. So verhandelten die Endländer einen Preis, weit unter dem Angebot was wir bekamen. Sie stimmten zu und wir gaben ihnen das Geld. Auf einmal machte einer der Jungs in dem Laden einen riesen Aufstand. Wir verstanden im ersten Moment die Welt nicht mehr. Auf diese Spielereien hatten wir keinen Bock und so verlangen wir unser Geld zurück und verließen diesen komischen Ort. Wir wollten jetzt den öffentlichen Bus nutzen. Das war aber nicht so einfach, die Typen wollten uns hintern zum Busbahnhof zu fahren. Zum Glück waren wir genug Leute und konnten uns schließlich durchsetzen.
Schließlich saßen wir irgendwann im Bus nach Krabi. Die Fahrt dauert etwa 4 Stunden und war sehr entspannend. Direkt als wir in Krabi angekommen sind, habe ich die Besitzerin der Bungalow auf der Insel angerufen. Sie meinte es sei jetzt zu spät, die Taxiboote fahren nur bis 17:00 Uhr und das würde ich nicht mehr schaffen. So musste ich mir eine Unterkunft suchen um am nächsten Tag auf meine Insel zu fahren.
Inzwischen hatte ich mich mit meinem polnischen Mitreisenden ganz gut angefreundet und wir suchten uns für eine Nacht ein gemeinsames Hotelzimmer. Er wollte ebenfalls am nächsten Tag weiter fahren. Das war alles ganz unkompliziert, schnell hatten wir das passende. Dann sind wir noch gemeinsam essen gegangen. Wir haben bei einer Straßenküche etwas sehr schmackhaftes für etwa 1.20 € gefunden. Danach bin ich ins Hotel und er hat sich noch mit ein paar Freunden getroffen.
Am nächsten Morgen habe ich mit meinem polnischen Mitreisenden noch gefrühstückt und dann ging es endlich auf die Insel. Der Besitzer des Hotels bat sich an mich dort hin zu fahren, natürlich nicht kostenlos. Der Preis war ok, genauso wie mir das die Besitzerin der Bungalows gesagt hatte. Die ganze Fahrt hat er mich dann vollgequatscht wie reich er sei und mit welcher Regierung er in Asien schon Geschäfte gemacht hat. Das war eine Stunde lang ganz schön anstrengend aber er war sehr hilfsbereit und auch freundlich. Sogar den Preis für die Überfahrt verhandelte er für mich.
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| Überfahrt zur Insel |
Am Bootssteg warte schon ein Paar aus Holland. Sie wollten auch auf die Insel aber zu einem anderen Hotel. Schnell kamen wir ins Gespräch und so verging die Wartezeit sehr schnell bis unser Long Boot losfuhr. Wir saßen zwischen allerlei Sachen, wie Mopeds, riesen Taschen und einer gut verpackten Ziege. Die Fahrt dauerte etwa eine Dreiviertelstunde. Wir fuhren an mehreren Inseln vorbei, bis zu unserer Insel.
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| Koh Jum im Vordergrund |
Dort angekommen, wartete schon ein Mann mit einem Auto auf mich. Er nahm die Holländer gleich mit, denn deren Hotel lag etwa auf unserem Weg. Die Fahrt zu den Bungalows führte größtenteils über unbefestigte Straßen. Jedoch gab es ab und an mal ein paar Häuser, selbst eine Schule und ein Krankenhaus habe ich gesehen. Dann stoppte das Auto an einer Kurve mitten im Wald. Es sei zu gefährlich hier mit dem Auto weiter zu fahren, ich würde jetzt von einem Angestellten abgeholt, sage mein Fahrer zu mir.
Nach 10 Minuten kam ein Mann mit einem Moped angefahren. Sollte ich etwa mit meinem ganzen Gepäck mit ihm fahren, dachte ich in diesem Moment. Es stellte sich heraus, dass es genau so sein sollte. Er nahm meinen schweren Rucksack mit nach vorn und ich hielt den Gitarrenkoffer fest in meinen Händen. Dann ging es über Stock und Stein durch den Regenwald zu meiner Unterkunft. Manchmal mussten wir anhalten, da das Moped wegrutschte oder den Berg nicht hoch kam.
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| Der Weg zum Bungalow Resort |
Schließlich wurde ich sehr herzlich von der Besitzerin und ihrer Familie empfangen. Sie zeigten mir meinen Bungalow und dann gab es was Schmackhaftes zu essen. Der Platz hier ist einfach wunderschön, ich bin in meinem Paradies angekommen!
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| Angekommen! |





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