Gestern früh bin ich von Bord gegangen. Erst sollte das Schiff gegen 7:00 Uhr los fahren aber gegen 5:00 Uhr wurde ich geweckt. Der Auslauftermin hatte sich um eine Stunde vorgeschoben. Ich war gerade erst eingeschlafen, da ich ganz schön aufgeregt war. Zum Glück konnte ich noch schnell frühstücken, sodass ich nicht mit leerem Magen in das Abenteuer Singapur stützen musste.
Vor dem Schiff warteten zwei Herren die mich jetzt nach Singapur bringen sollten. Ich nennen sie jetzt mal freundlicherweise meine „Schlepper“. Es war ein älterer Herr, der das Kommando hatte und sein junger Fahrer. Jedoch waren die Beiden mir von Anfang an sympathisch. Wir sind zuerst zur Einwanderungsbehörde am Hafen gefahren, wo bereits von einen anderen Herren erwartet wurden. Hier bekam ich einen Stempel und mir worden für den Service von dem anderen Herrn 50 US$ abgenommen.
Danach habe ich meinen Schleppern gesagt wo ich in Singapur hin will. Sie kannten die Adresse nicht und haben mir vorgeschlagen mich zu einem Hotel zu fahren im Centrum. Da habe ich nicht nein gesagt. Also ging es dann los. Die beiden hatten noch nicht gefrühstückt und fragten mich ob ich was dagegen hätte wenn wir was Essen gehen würden. So sind wir dann an einer Raststätte angehalten. Die Schlepper fragten mich ob ich auch was essen möchte. Zum Glück hatte ich schon gefrühstückt, denn dort gab es eine Menge Essen was ich sicherlich morgens nicht essen wollte. Der eine hatte sich Nudeln mit Ei bestellt und der andre hat Reis mit irgendwas gegessen. Mir haben sie einen Tee mitgebracht.
Nachdem Essen ging es dann zur Grenze von Malaysia und dann über eine Brücke direkt zur Grenze nach Singapur. Alles ging ohne Probleme, sicherlich weil meine Schlepper dabei waren. So war ich jetzt in Singapur angekommen. Nach ca. einer halben Stunde waren wir am ersten Hotel. Der ältere Herr meinte, dass ich rein gehen soll und fragen, sie würden auf mich warten. So bin ich rein um zu fragen. Sie hatten kein Zimmer frei. Als ich wieder aus dem Hotel kam waren die Beiden weg. Ich hatte kurzzeitig kein gutes Gefühl. Nach ca. 20 Minuten tauchten Sie wieder auf. Mir fiel ein Stein vom Herzen als ich wieder in dem Auto saß. Im nächsten Hotel war ein Zimmer frei aber nicht ganz so billig. Das war mir in dem Moment egal, ich war erst mal froh eine Bleibe zu haben. So verabschiede ich mich von meinen Schleppern und übergab ihnen den ausgemachten Betrag.
Ich bin schnell rauf aufs Zimmer und dann erst mal den Schlaf nachholen. Jedoch konnte ich immer noch nicht so gut schlafen, wegen der Aufregung. Ich war auf einmal allein in einer großen Stadt am anderen Ende der Welt, keiner Sprach meine Sprache und alles war so fremd! Das machte mir ganz schaffen und kurzzeitig hatte ich Angst die Situation nicht zu meistern. Aber was soll es ich muss für mich selbst sorgen und so habe ich mich später auf den Weg gemacht in die Stadt.
Im Hotel hatte ich einen Stadtplan bekommen der mir geholfen hat den Weg in die Innenstadt zu finden. Ich musste Geld besorgen, eine Telefonkarte kaufen und etwas essen. Drei ganz einfache Dinge wenn ich jetzt in Deutschland wäre.
Zum Glück hatte mir ein Kollege 10 Singapur Dollar Startkapital mitgegeben. So schnell fand ich keinen Geldautomaten mit dem ich mit meiner Karte Geld abheben konnte. Frisch gestärkt bin ich dann weiter bis ich die Touristeninformation gefunden hatte. Dort bekam ich alle Infos die mir halfen alles zu erledigen. Danach bin ich erschöpft ins Hotel zurück.
Am nächsten Morgen bin ich ausgeschlafen erst mal zum frühstücken gegangen. Dort habe ich erfahren, in meinem übelste teurem Übernachtungspreis nicht mal das Frühstück drin ist. Egal ich hatte Hunger und so war mir alles egal. Nach dem Frühstück habe ich auf den Weg zum Bahnhof gemacht um mein Ticket nach Kuala Lumpur zu kaufen. Der Taxifahrer meinte, dass der Bahnhof in der Stadt geschlossen sei und wir müssten jetzt ca. 40 Minuten bis zum neuen Bahnhof fahren. Naja ich habe darauf eingelassen und wir sind los. Zum Glück ist Taxi fahren in Singapur nicht teuer. Zurück wollte ich aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, um das auszutesten.
Die Fahrkarte zu kaufen war nicht schwer und so machte ich mich auf den Weg zurück in das Zentrum. Naja so einfach war das dann doch nicht. Zuerst musste ich einen Bus nehmen um zur U-Bahn zu kommen. Mittlerweile habe ich mitbekommen das die Leute alles sehr hilfsbereit und freundlich waren, also fragte ich einfach ein paar Leute. Ohne große Schwierigkeiten im Zentrum angekommen ging ich noch mal zur Touristeninformation um zu fragen ob das mit dem Bahnhof stimmt. Ich freute mich als mir ein freundlicher Herr das bestätigte. Das Gelände des Bahnhofs gehörte der malaysischen Bahngesellschaft und Singapur hat es für viel Geld gekauft um Häuser drauf zu bauen.
Nachdem ich alles für meine Reise erledigt hatte bin ich ins Hotel zurück. Dort habe ich mein Hotel in Kuala Lumpur gebucht und eine Tasche abgegeben. Ich lasse sie hier im Hotel, da ich die meisten Sachen nicht brauche und mit zwei Taschen und der Gitarre zu reisen nicht lustig ist. Man mag es kaum glauben aber dieser Service ist kostenlos.
Am Abend bin ich dann noch mal in die Stadt um was zu essen und ein bisschen was anzusehen. Kurz vor der Dämmerung bin ich dann ins Hotel zurück. Ich wollte nicht zu lange unterwegs sein, denn morgen habe ich ja was vor.
Auf jeden Fall hat mich dieser Tag etwas aufgebaut, mein Selbstbewusstsein gestärkt. Außerdem hatte ich meine beiden treuen Begleiter dabei, die mit Mut gemacht hatten.
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| Meine zwei treuen Begleiter in Singapur |

Amelie hat sich sehr über das Foto gefreut und gefragt wieso ihr Löwe jetzt eine Freundin hat und plötzlich vor so vielen Häusern sitzt, hier ist es doch auch schön... freuen uns dass es dir gut geht und lesen deine Blogs mit voller Spannung. Viele liebe Grüße in die schöne weite Welt von Mandy & Martin mit Amelie und Fenja
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