Freitag, der 07.10.2011
Das Meer zeigt sicher heute von der wunderschönsten Seite meiner Reise. So ein traumhaft schönes blau und die Endlosigkeit! Ich kann davon einfach nicht genug bekommen. Dazu kommt noch das wir heute fast allein auf dem weiten Meer waren. Wir haben nur sehr wenige Schiffe gesehen.
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| Der wunderschöne indische Ozean |
Wie jeden Morgen saß ich auf meinem Bänkchen und habe mal wieder eine Entdeckung gemachen. Da flogen doch tatsächlich die ersten fliegenden Fische herum. Faszinierend! Ich natürlich gleich in meine Kammer gestürzt und meine Kamera geholt. Die Dinger sind so was von schnell, ich konnte keinen so richtig erwischen. Naja denke das waren nicht die letzten die ich auf meiner Reise sehen werde. Vielleicht fliegen die wo anders etwas Kamerafreundlicher?
Heute am späten Abend werden wir an den Malediven oberhalb vorbeifahren. Leider wird es dann schon dunkel sein. Eine kleine Insel könnten wir sonst sehen. Morgen dann habe ich die Chance Sri Lanka zu sehen, das erste Land seit einer Woche.
Samstag, 08.10.2011
Der Tag heute verlief wie viele der letzte Tage hier an Bord. Ich habe eine wenig Englisch gelernt und Musik gemacht. Am Nachmittag nach meinem Rundgang war ich im frischen Wasser aus dem indischen Ozean schwimmen. Gestern wurde der Pool gereinigt und mit neuem Wasser aufgefüllt. Obwohl die Wassertemperatur bei 31°C lag, hatte ich das Gefühl einer Abkühlung!
Der Höhepunkt dieses Tages war der Abend. Ich habe mir den Sonnenuntergang am Bug angeschaut und meine Gitarre mitgenommen. Es war der Hammer! Das zu beschreiben ist sehr schwer, das Gefühl war überwältigend. Der Mond schien, das Meer rauschte, die Sterne funkelten, ein angenehm kühler Wind um mich herum und dabei habe ich gesungen und Gitarre gespielt. Das übertrifft keine Lagerfeuerromantik!
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| Musik am Bug bei Mondenschein |
Sonntag, 09.10.2011
Das ist mein letzter Sonntag auf der MS ITAL Contessa, jetzt ist die Zeit schon fast rum. Am Donnerstag sollen wir in Malaysia ankommen. Heute wird noch mal geräuchert. Leider nicht mit selbst gefangenen Fischen. Wir hatten ja vor dem Suezkanal kein Glück!
Montag, der 10.10.2011
Wir befinden uns kurz vor der Straße von Malaka, der „Einfahrt“ nach Asien. Da wir aber viel zu früh hier müssen wir ca. 1 Tag warten. Unser Liegeplatz in Pelepas ist erst am Donnerstag früh frei. So hat sich der Kapitän entschlossen den Motor abzustellen und uns einen Tag treiben zu lassen. Hört sich erst mal ganz spannend an!
Und was haben wir immer gemacht wenn wir angehalten haben? Wir haben geangelt. So standen wir dann wieder Achtern und hielten die Schnüren ins Wasser. Die Strömung war so stark das man ganz schön ziehen musste. Schließlich unterbrach ein plötzlich heranziehendes Gewitter unser erfolgloses treiben. Wir konnten uns gerade vor dem Wind und den starken Regen in einen Gang der zum Maschinenraum führte retten. Zum Glück war der Chief mit der sich hier gut auskannte. Von nun an war die See ein wenig unruhiger und unser Schiff schaukelte sich in den Abend.
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| Das heranziehende Gewitter |
Dienstag, der 11.10.2011
Die Nacht war schlimm. Ich glaube ich habe keine Minute geschlafen. Die See rüttelte unser Schiff so durch das ich immer wieder kurz vor dem Einschlafen wach geschüttelt wurde. Ich kenne das von früher. Da wurde ich auch immer kurz angetippt, „du schnarchst“! Und dann irgendwann wurde dann richtig an mir gerüttelt, „ich kann nicht schlafen“. Und so ging das die ganze Nacht, nur lag diesmal niemand neben mir.
Gegen Mittag dann habe ich nach ca. 10 Tagen wieder Land gesehen. Es war Sumatra, eine indonesische Inselgruppe. Das war eine kleiner Höhepunkt des Tages, endlich wieder Land zu sehen. Da heute der Himmel meist bedeckt war, konnte ich es draußen ganz gut aushalten. Ich beobachtete am Bug die vielen fliegenden Fische, die immer aus dem Wasser flogen wenn wir ihnen zu nahe gekommen sind. Schließlich habe ich Haltungsnoten vergeben und die längsten Flieger bewundert!
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| Unser erstes Land eine kleine Insel vor Sumatra |
Am Abend sind wir an einem der größten Containerschiffe vorbei gefahren. Das Schiff ist ca. 400 Meter lang, 40 Meter breit und kann ungefähr 14.000 Container transportieren. Das sind ca. 6.000 Container mehr als unser Schiff.
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| Eines der größten Containerschiffe im Sonnenuntergang |





Hallo Heiko,
AntwortenLöschenverfolge neugirieg deine Berichte - wünsche dir weiterhin viel Spaß und eine interessante Reise. Freue mich auf die nächsten Bilder!!!