Freitag, 23. September 2011

Antwerpen


Gegen 7:00 Uhr haben wir den Anker reingeholt und sind langsam Richtung Antwerpen gefahren. Ziemlich schnell waren wir an der Küste angekommen. Ich musste mich richtig beeilen, damit ich rechtzeitig mit dem Frühstück fertig wurde. Da ich mir die Einfahrt in den Hafen von der Brücke ansehen wollte. 

Kurz vor 10:00 Uhr kam der Lotze an Bord, der uns in den Hafen bringen sollte. Er war sehr nett und kam ab und zu mal vorbei, um uns etwas zu erklären. Die Einfahrt in den Hafen zog sich ziemlich lange hin. Anders als in Hamburg, machte hier der Fluss ständig irgendwelche Biegungen. Ich hatte das Gefühl unser über 300 Meter langes Schiff fährt Slalom. 

Die kleineren Schiffe die uns entgegen kamen, hatten ganz schön mit unserer Bugwelle zu kämpfen. Das Wasser schwappte schon bei dem einen oder anderen über die Bordwand, obwohl wir extrem langsam fuhren.

Nach etwa 6 Stunden Zickzackfahrt kamen wir an unserem Liegeplatz an. Ich stand, mit einer kurzen Unterbrechung (Mittagessen) die ganze Zeit oben auf der Brücke. Die Einfahrt in den Hafen war so interessant, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist.

Ein bisschen kaputt habe ich mich dann in meine Kammer zurückgezogen. Ich freute mich auf ein kleines „Nachmittagsschläfchen“. Doch ich war kaum eingeschlafen, da klingelt das Telefon in meiner Kammer. Der Kapitän war dran und fragte mich ob ich mit an Land kommen möchte. 

Zu viert, der Kapitän, der Chief, der Vater vom Chief und ich stiefelten wir von Bord. Das Schiff im Hafen zu verlassen ist gar nicht so einfach. Zu Fuß geht das meistens nicht, da der Weg zu lang ist oder es einfach zu gefährlich sein kann. So holte uns ein Taxibus am Schiff ab und schaffte uns zum Gate. Dort warte bereits ein richtiges Taxi, welches uns in die Stadt fuhr. Leider war gerade Feierabendverkehr und entsprechend lange dauerte die Fahrt. Die Fahrt war ein wenig abenteuerlich, denn der Taxifahrer mochte die eine oder andere Verkehrsregelung nicht. Überhaupt fahren die Leute hier ganz schön wild…

„Sicher“ in der Stadt angekommen haben wir uns nach einem kurzen Fußmarsch in ein Lokal gesetzt um etwas zu trinken. Die Stadt war voller Menschen und es kam mir vor das es nur schöne Frauen waren. Vielleicht ist das so, wenn man fast eine Woche keine mehr gesehen hatte? Als die Sonne weg war, suchten wir uns ein Lokal wo wir gegessen haben. Leider war das nicht das Beste unter den vielen hundert Restaurants die es hier gab. Egal es hat satt gemacht. 

Nach dem Essen sind wir dann zurück zum Schiff gefahren. Diese Mal hatten wir einen Fahrer erwischt, der mehr Verständnis für Verkehrsregeln hatte. Platt bin ich dann ins Bett gefallen. Mensch war der Tag anstrengend und interessant!

1 Kommentar:

  1. .... hahaha ja ja kaum ein paar Tage unter Männern und du kannst nicht weg - schon sind an Land lauter Traumfrauen zu sehen! ;oD
    So lange du auf dem Schiff "entspannt" schlafen kannst, ist alles schön und ich wünsche dir weiter viel Spass.

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