Samstag, 17. September 2011

Die Fahrt nach Hamburg


Unerwartet konnte ich die paar Stunden gut schlafen, die ich noch bis zu meiner Abfahrt hatte. Also hat mich der Wecker um kurz nach fünf aus meinen Träumen gerissen. Nach einem kleinen Frühstück habe ich die letzten Sachen aus meiner Wohnung geräumt und dann ging es schon los.

Als ich auf mein Taxi wartete habe ich sogar noch mal meine Nachbarn getroffen und wir konnten uns erneut verabschieden. 

Kaum saß ich im Taxi, schon frage mich der Taxifahrer wo meine Reise hin gehen soll. Ich sagte nur, einmal um die Welt. Seine Antwort war, er trifft als Taxifahrer eine Menge verrückte Menschen und ich sei einer davon. Später will er mal ein Buch schreiben über all die verrückten Erlebnisse während seiner Zeit als Taxifahrer.

Der Zug stand bereits da als ich am Bahnhof angekommen bin. So konnte ich in aller Ruhe meinen „Hausstand“ verstauen. Zum Glück reisen heute Morgen noch nicht so viele Leute, was die Fahrt sehr entspannt macht. Auch die deutsche Bahn fährt derzeit pünktlich, sodass ich weiterhin entspannt bleiben kann. 
 
Die Zeit bis die Beiden kamen verging ziemlich schnell, denn ich hatte eine Menge zu sehen. Neben die vielen Menschen, die ich in den nächsten Wochen nicht mehr um mich habe, gab es einen Polizeieinsatz nach dem anderen. Die Damen und Herren von der Hamburger Polizei rannten in einer Tour um mich herum. 

Nach einer kurzen Begrüßung begann mein erstes Abenteuer auf dieser Reise. Wir sind in einem wunderschönen T1 Bulli ohne ein richtiges Navigationssystem zum Hafen gefahren. Nach mehrmaligen umdrehen und neu orientieren hatte wir eine Richtung gefunden. Ich war schon ganz aufgeregt und hatte ein wenig Angst, dass wir zu spät zum Hafen kommen. 

Doch irgendwann waren wir in der Nähe des Hafens und ich habe mein Schiff schon von der Autobahn sehen können. Hammer, jetzt war es endlich soweit! Vor lauter Aufregung sind wir kurz vor der Ankunft noch einmal eine Ehrenrunde gefahren, bis wir dann am Gate angekommen sind. 

Ich habe gesehen das, das Schiff nicht mehr beladen wurde und glaubte, dass ich sehr spät dran bin. Schnell haben wir meine Sachen aus dem Auto geholt. Als ich mich dann angemeldet hatte, fragte ich wann das Schiff auslaufen würde. So erfuhr ich, dass es erst morgen Nachmittag den Hafen verlassen wird. Oh, da hatte ich ja eine Menge Zeit… wieder einmal ein wenig Aufregung um sonst. 

So konnten wir uns noch in Ruhe verabschieden, da ich nicht sofort auf das Schiff musste. Aber viel Ruhe hatte ich trotzdem nicht, da ich mich so sehr freute endlich wieder ein Containerschiff betreten zu können.

Abschied in Hamburg

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