Samstag, der 24.09.2011
Die See ist heute Morgen so glatt wie eine Asphaltstraße, nur unsere Bugwelle bring sie eine wenig durcheinander. Wir sind am Ende des englischen Kanals, kurz vor dem Atlantik. So langsam kommt das Gefühl auf, auf das ich jetzt schon seit Tagen gewartet habe. Die Ruhe und weite des Meeres lässt es zu, dass ich jetzt auch runterfahren kann.
Am frühen Nachmittag haben wir den Atlantik erreicht. Mittlerweile hat sich das Meer auch ein wenig verändert. Jetzt schaukelt es ein bisschen. Aber schlecht ist es mir nicht, ist nur ein wenig ungewohnt, wenn sich das Schiff in alle Richtungen bewegt. Beeindruckend ist, dass sich die See von einer Minute auf die andere verändern kann. Gerade schaukelt es noch, dann ist es wieder ruhiger.
Sonntag, der 25.09.2011
Heute Nacht haben wir die Biskaya durchfahren und es war ziemlich ruhig. Dieses Gebiet ist in der Regel unruhig. Wir hatten diesmal Glück. Heute werden wir an Spanien und Portugal vorbeifahren.
Man merkt langsam, dass es in den Süden geht. Gestern musste ich noch mit Jacke nach draußen gehen und heute reicht ein T-Shirt. Morgen wird die kurze Hose aus dem Schrank geholt.
So langsam tauen die Leute hier auf und sprechen mich auch mal an. In den ersten Tagen war das nicht so. Die meisten Fragen mich ob es mir nicht langweilig sei. Sie sind ganz erstaunt, wenn ich ihnen sage, dass es mir überhaupt nicht langweilig ist. Ich habe den ganzen Tag was zu tun. Derzeit übe ich viel Gitarre und gehe meine Runden. Dort treffe ich meisten den anderen Passagier und wir machen ein Schätzchen.
Auf meiner Runde ist meisten die Brücke, dort schaue ich nach wo wir uns gerade befinden und hole mir Informationen über die Route die wir fahren. Nach den Malzeiten gehe ich jetzt eine Runde ums Schiff. Vor allem am Bug ist es sehr schön. Dort kann ich die Ruhe so richtig genießen und höre mir das Rauschen des Meeres an. So vergeht der Tag wie im Flug…
Der Hammer! Der Abend war so schön. Nicht nur das die ersten Delphine aufgetaucht sind, nein das Meer war so wunderschön. Ich kann das mit Worten gar nicht beschreiben, welche Wirkung das heute auf mich hatte.
Montag, der 26.09.2011
Wir fahren seit heute Nacht Richtung Osten und werden am frühen Nachmittag Gibraltar erreichen. Ich hoffe mal, dass das Wetter mitspielt und wir eine gute Sicht haben, denn meisten soll es nicht so sein. Die letzte Nacht war ein wenig unruhig, das Schiff hat ganz schön geschaukelt. So wurde ich automatisch im Bett des Öfteren gedreht.
Wir bewegen uns jetzt langsam auf Gibraltar zu, das Meer hat hier eine wunderschöne hellblaue Farbe. Es ist unglaublich wie sich das alles verändert. Mit diesem wunderschönen blauen Wasser wird gerade unser Pool gefüllt. Beim Füllen wird das Wasser sogar geheizt, sodass wir schon heute Mittag schwimmen gehen können.
Auch gibt es heute Nachmittag noch ein besonderes Ereignis, wir werden unsere Fische zum Abendessen räuchern. Dazu gibt es ein paar Kaltgetränke, unter anderem Mochito mit frischer Minze! Unser Chief hat eigens dafür in seiner Kammer Minze gepflanzt. Also ihr seht schon uns fehlt es an nichts. (fast nichts)
















