Sonntag, 26. Februar 2012

Nordpazifiküberquerung

Morgen haben wir es geschafft, nach 18 Tagen auf See werden wir Mexico erreichen. Obwohl der Alltag relativ gleich war, wurde es mir nicht langweilig. Irgendetwas war immer los und manchmal war ich auch nur platt. Neben dem Rollen war die Zeitumstellung sehr anstrengend. Wir haben jeden 2 Tag die Uhr um eine Stunde vorgestellt, insgesamt 10-mal. Da hatte mein Körper ganz schön mit zu kämpfen und manche Nacht war schlaflos. So habe ich meistens gefrühstückt und dann noch mal bis zum Mittagessen geschlafen. Den Rest des Tages war ich meistens auf der Brücke um nach Schiffen und Fischen Ausschau zu halten. Fische haben wir öfters mal gesehen aber keine Schiff über mindestens 2 Wochen. 


Weit und breit nichts zu sehen - nur Wasser

Weit und breit nichts zu sehen - nur Wasser


Manchmal kreisten ein paar Vögel um unser Schiff. Ich wundere mich nur, wie diese Vögel in dem rauen Klima überleben. Außerdem haben wir viele Vögel tausende Meilen fernab vom Land gesehen. Also ist es nicht immer so, dass Land in der Nähe ist wenn Vögel um einen herumfliegen.

Unsere Begleiter
 
Das Wetter hatte sich immer weiter verbessert, umso weiter wir in den Süden gefahren sind. So hatten wir mal ein paar sonnige aber immer noch kalte Tage dabei. Erst seit gestern ist es spürbar wärmer geworden. Und manchmal wenn die Sicht es zugelassen hat, gab es ein paar schöne Sonnenuntergänge zu sehen.

Ein Sonnenuntergang auf dem Nordpazifik
 
Dann habe ich mit einem Besatzungsmitglied ein Lied über das Schiff und die Seereise geschrieben. An einigen Abenden haben wir geprobt und letztendlich das Lied aufgenommen. Heute haben wir den halben Tag ein Video an Bord gedreht, waren an allen möglichen Orten auf dem Schiff unterwegs. Jetzt wird mit unserer Aufnahme und den Videos ein Musikvideo zusammen geschnitten. Na ich bin mal gespannt was da raus kommt...

Its Showtime

Its Showtime

Morgen erreichen wir dann endlich wieder Land! Freue mich schon auf Mexico und das ich meine Füße mal wieder auf die Erde stellen kann. 

Jedoch finde ich, dass wir (ich) großes Glück mit dem Wetter auf der Pazifiküberquerung hatten. Nach den Erzählungen vieler Seeleute kann das anders sein. Wir hatten zwar die erste Woche ganz schön unruhige See aber immer noch zum aushalten. Es scheint so, dass Neptun mich mag. 

Neben dem Wetter fand ich die Reise auch heikel, vor allem wenn während der Überfahrt jemand ernsthafte Probleme mit der Gesundheit hätte. Es gibt zwar die Möglichkeit über die Ferne mit Ärzten zu reden und die Offiziere habe eine gute medizinische Ausbildung aber trotzdem ist man dann auf sich allein gestellt. Es kann Tage dauern, bis einen mitten auf dem Pazifik ein Arzt helfen kann. Zum Glück ist nichts passiert, alle an Bord sind soweit gesund geblieben und kleine Schrammen versorgt der 2. Offizier.

2 Kommentare:

  1. Ich hoffe das Video wird sobald wie möglich auf YouTube hochgeladen!

    Wir wollen es auch sehen und sind noch mehr gespannt...wie´n Flitzebogen ;-)

    Grüße, Steve

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  2. Das heißt wohl, das wir Dich bald im Fernsehen sehen, oder?!

    Aber komm nicht auf die Idee zu DSDS zu gehen, dafür bist Du schon zu gut! :-)

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