Da
wir mit einer relativ großen Verspätung Tanger am Montagmorgen verlassen haben,
sind wir mit Vollgas Richtung Rotterdam losgefahren. Damit konnten wir einen
großen Teil der Verspätung wieder einholen.
Die
ersten Stunden hatten wir prima Wetter, dann zog sich der Himmel langsam zu und
die Sonne verschwand. Trotzdem gab es an dem ersten Tag noch eine kleine
Attraktion zu sehen mit der ich hier nicht gerechnet hatte. Auf einmal tauchte
eine Gruppe von Walen an unserem Schiff auf. Sie trauten sich sogar ziemlich
dicht heran. Es müssen Schweinswale gewesen sein, denn die Wale waren nicht
sehr groß. Am Nachmittag hatten sogar einige auf dem Schiff mehrere Delfine
gesehen.
Später
wurde dann die Sicht so schlecht, dass man Streckenweise nicht mehr als ein
paar Seemeilen sehen konnte. Ebenso haben sich die Temperaturen verändert, je
mehr wir nach Norden kamen umso kühler wurde es. Wir sind halt wieder in
Europa, das beständig warme Wetter auf der Südhalbkugel haben wir hinter uns
gelassen.
Jedoch
gab es heute Morgen einen kleinen Lichtblick als wir durch den englischen Kanal
gefahren sind. Die Sonne schien ein wenig und die Sicht war gut. Das Wetter
hielt sich sogar den ganzen Tag. Hier im englischen Kanal ist schon eine Menge
los, manchmal fährt man in einen großen Pulk von Schiffen, vor allen an den
Verkehrsknotenpunkten. Da haben die Offiziere und der Kapitän richtig was zu
tun. Nach dem Abendessen passierten wir die engste Stelle bei Dover und fuhren
dann in die die Nordsee. Wenn ich morgen früh aufwache, werden wir bereits im
Hafen von Rotterdam stehen.
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| Der englische Kanal bei Dover |
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Der englische Kanal bei Dover
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