Montag, 19. September 2011

Rotterdam

Gegen Mittag sind wir in Rotterdam angekommen. Die Nacht war ein bisschen unruhig, das Schiff hat ein wenig geschaukelt.  Die See war nicht stürmisch aber trotzdem wackelte es ganz schön. Naja heute Nacht sind wir auf alle Fälle im Hafen und da ist es sicherlich ruhiger.

Einfahrt in den Hafen von Rotterdam

Heute möchte ich endlich meinen Internetanschluss hin bekommen. Da der Internetzugang meines Handy  nach dem neuem Update nicht mehr funktioniert, muss ich mir einen Stick besorgen. Da gibt es 2 Möglichkeiten. Zum einen könnte ich von Bord gehen und in ein nahegelegenes Geschäft fahren. Die andere Möglichkeit ist, dass ich einen Stick über einen Laden bestellen kann, der die Sachen sofort an Bord bringt. 

Letztendlich habe ich den Bestellservice gewählt und das hat ganz gut geklappt. Auf dem Schiff gibt es Kataloge mit all den Dingen die die Seeleute benötigen oder auch nicht. So habe ich dort angerufen und einen Angestellten der Firma aufs Schiff bestellt. Als er dann endlich da war, stürzten sich die Matrosen auf ihn wie ein Schwarm Bienen auf Honig. Ich hatte erst mal keine Chance meine Bestellung abzugeben. So warte ich bis der Schwarm bestellt hatte.

Nach zwei Stunden etwa hatten wir dann auch die Sachen an Bord. Ein wenig saß ich auf heißen Kohlen, denn ich musste vorher bezahlen und hatte keine Quittung bekommen. Das wurde mir erst viel später bewusst. Aber auch die Aufregung war mal wieder um sonst, denn alles war wie bestellt angekommen.

Damit habe ich meine Beschäftigung für den Abend. Außerdem bin ich jetzt beruhigt und kann meine Reise jetzt so richtig beginnen.

Sonntag, 18. September 2011

Der 2. Tag an Bord

Endlich konnte ich mal wieder in Ruhe gut und lange schlafen. Nach den letzten Tagen habe ich das richtig gebraucht. Noch ein paar Tage und dann kann ich richtig runterfahren.

Nach dem Frühstück habe ich eine Erkundung auf dem Schiff fortgesetzt. Dabei habe ich den Kapitän getroffen und wir haben uns kurz unterhalten. Dabei kam heraus, dass er auch in Leipzig wohnt. Nicht schlecht, so klein ist die Welt. Er hat mir noch ein paar Verhaltensregeln erklärt. Die meisten kannte ich bereits schon von meiner ersten Reise.  Wichtig ist, dass keiner bei der Arbeit gestört wird. Sonst ist fast alles erlaubt.

Gegen 17:00 Uhr haben wir den Hamburger Hafen verlassen. Ganz langsam und gemächlich setzte sich das Schiff in Bewegung. Dabei wurde es durch 2 Schlepper unterstützt. Pünktlich zum Auslaufen kam auch mal wieder die Sonne heraus die uns bis es dunkel wurde meistens erhalten blieb. 

So fuhren wir die Elbe hinauf und ich entdecke die Schiffbegrüßungsanlage in Wedel, dort wo ich vor Jahren schon saß und die vorbeifahrenden Schiffe angesehen habe. Damals hatte ich schon mal den Wunsch auf so einem Schiff in die weite Welt zu fahren. Und jetzt sehe ich die Schiffsbegrüßungsanlage von der anderen Seite. Träume und Wünsche können war werden!

Als es dunkel wurde habe ich mich dann auch in meine Kammer verzogen und ziemlich schnell geschlafen. Ich habe noch eine Menge Schlaf nachzuholen. 

Wedel Schiffsbegrüßungsanlage

Samstag, 17. September 2011

Ankunft am Schiff


Gleich der Verabschiedung wurde ich zu meinem Schiff gefahren. Dort angekommen kämpfte ich mich die Treppe hoch zum Deck. Zum Glück kam mir ein Mitglied der Mannschaft entgegen und half mir beim tragen. Immerhin nahm er mir die Gitarre ab. Zu meinem großen Glück, war das ein deutscher Seemann, sogar ein Ostdeutscher. Ich hörte einen heimatlichen Dialekt. 

Er brachte mich dann gleich  zum 1. Offizier, der mich wiederum in den Fahrstuhl bat, um auf mein Deck zu fahren. Wieder Glück, denn die 4 Etagen hätte ich mit dem Gepäck heute nicht mehr überlebt. Oben angekommen wurde ich dann von dem 2. Offizier empfangen, der mir meine Kammer zeigte.

Die Kammer ist riesengroß, im Vergleich zur letzten Reise. Klar es ist ja auch die Eignerkabine. Ich wurde, dann gebeten mich so lange in meiner Kammer aufzuhalten, bis jemand vorbei kommt um mir alles zu erklären. Das kam mir ganz recht, ich musste mich sowieso von der Anreise erholen. Irgendwann klopfte es dann an meiner Tür. Der Steward, ein philippinischer Seemann brachte mir meinen Kammerschlüssel und erklärte mir wo es Abendessen gibt.

Beim Abendessen habe ich dann den Kapitän und den Chief kennengelernt. Außerdem sind noch weiter Passagiere an Bord. Eine Frau mit ihrem Neffen fährt bis Rotterdam mit. 

Auf dem Rückweg in meine Kammer habe ich mir die anderen Räumlichkeiten angesehen. So kam ich am Fitnessraum mit Sauna und Pool vorbei. Ein Deck weiter oben habe ich den  Aufenthaltsraum entdeckt. Ich muss schon sagen, das Schiff ist ganz gut ausgestattet.

Zu guter Letzt habe ich meine Taschen ausgepackt und mich häuslich eingerichtet.