Endlich hatte ich die Gelegenheit Delfine zu beobachten, wie sie mit unserem Bug spielen. Heute kurz vor dem Mittagessen bin ich noch einmal zum Bug vor gegangen und da habe ich diese wundervollen Tiere gesehen. Sie kamen wie aus dem Nichts in mitten eines Fischschwarmes angeschwommen und spielten plötzlich mit unserem Bug. Da unser Schiff derzeit nur etwa 15 Knoten fährt haben sie es 10 Minuten ausgehalten. Das waren 10 der wunderschönsten Minuten auf meiner Reise. Diese Tiere haben so eine magische Ausstrahlung auf mich, sodass ich jedes Mal ein Gefühl der Freude und Leichtigkeit bekomme. Diesmal hatte ich meine Kamera dabei und habe einen Film gedreht, damit ihr auch einen Eindruck von diesem Moment bekommen könnt.
Ich möchte im Oktober 2011 eine ca. 8 Monate lange Weltreise mit Containerschiffen machen. Im Blog will ich über die Zeit vor der Reise berichten, die Reise selbst beschreiben und die Monate nach meiner Rückkehr.
Mittwoch, 7. März 2012
Dienstag, 6. März 2012
Buenaventura – Kolumbien
Als ich heute Morgen aus meinen Fester geschaut habe, waren wir bereits im Hafen von Buenaventura. Leider sind wir in den neuen Hafen gefahren der etwas abseits der Stadt liegt. Vom alten Hafen wäre man direkt in der Stadt, müsste nur ein paar Meter laufen. Von hier aus wäre ein Besuch der Stadt mit dem Taxi oder Bus möglich. Ich habe mich aber entschieden, nicht an Land zu gehen. Vor allem wollte ich in Kolumbien nicht allein rumlaufen, da es hier schon etwas gefährlicher ist als in anderen Städten die in bereits bereist habe. Und dann regnete es fast den ganzen Tag, manchmal sogar mit Blitz und Donner. In einer der Regenpausen bin ich dann doch an Land gegangen, um wenigsten meine Füße mal auf kolumbianischen Boden gesetzt zu haben.
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| Hier stehe ich auf sicheren kolumbianischen Boden |
Der Hafen lag in einer interessanten Gegend, im Vordergrund waren Mangrovenwälder zu sehen und eine kleine Stadt. Weiter hinten sah man die Berge die durch die Regenwolken zeitweise eingehüllt waren.
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| Blick vom Hafen in die Berge |
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| So sieht es rings um den Hafen aus |
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| So sieht es rings um den Hafen aus |
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| So sieht es rings um den Hafen aus |
Der Hafen selber war nicht ganz so groß. Hinter uns hätte noch ein kleineres Schiff hingepasst und das war schon alles. Er wurde mitten in die schöne Landschaft gebaut und vor allem weiter fußaufwärts als der alte Hafen.
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| Unser Schiff von hinten |
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| Blick vom Schiff auf eine benachbarte Stadt |
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| Der kleine neue Hafen |
Ich hatte mich schon gefreut die Stadt Buenaventura beim Auslaufen zu sehen und ein paar Fotos von der etwa 2 Stunden langen Hafenausfahrt machen zu können. Leider mussten wir dann mitten in der Nacht den Hafen wieder verlassen, nicht wie geplant am nächsten Nachmittag. Jedoch bin ich aufgestanden und habe mir die Hafenausfahrt im dunklen angesehen. Wenn es nicht so neblig gewesen wäre hätte uns der Vollmond ein schönes Licht gespendet.
Unser nächste Station wir Callao, der Hafen von Lima in Peru sein. Planmäßig sollen wir am Samstag in der Nacht dort ankommen.
Montag, 5. März 2012
Auf dem Weg nach Kolumbien
01.03.2012
Nachdem wir gestern Abend den Hafen von Lazaro Cardenas verlassen haben steht uns jetzt eine ca. 6 tägige Überfahrt nach Kolumbien bevor. Mittlerweile ist der Hochsommer bei uns wieder angekommen. Mit 30 Grad Außen- und Wassertemperatur und platten Wasser geht es gut voran. Am Vormittag als ich meine Runde auf dem Schiff gedreht habe, habe ich die ersten Schildkröten im Wasser schwimmen sehen. Ich dachte erst das kann doch nicht sein aber nach dem zweiten Hinschauen war es tatsächlich eine Schildkröte. Hätte nicht gedacht das ich so etwas sehen werde. Und das war nicht die Einzige, im Laufe des Tages habe ich immer wieder welche gesehen. In dem Wasser hier ist echt was los, ein kleiner Wal hat uns heute auch besucht.
03.03.2012
Da in den letzten 2 Tagen immer wieder Schildkröten zu sehen waren, wollte ich heute versuchen ein paar Fotos zu machen. Gestern Abend sind sie so weit oben geschwommen, sodass man die Schildkröten gut fotografieren könnte. Aber es waren keine mehr zu sehen. In der Zwischenzeit hat sich die Wasser- und Lufttemperatur merklich abgekühlt. Gestern waren es noch 30 Grad Wassertemperatur und heute nur noch 23.
Es gab trotzdem einiges gesehen, neben Delphinen die immer mal wieder vorbeikommen habe ich ein paar Vögel am Bug beobachtet. Die sind so schwerelos in der Luft gesegelt und haben nach fliegenden Fischen Ausschau gehalten. Sobald ein Fisch aus dem Wasser kam, sind die Vögel im Sturzflug runter. Das war ein schönes Schauspiel und hat mich ganz gut unterhalten.
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| Ein Flieger an unserem Bug |
04.03.2012
Als ich heute meinen Spaziergang um das Schiff herum gemacht habe, habe ich am Bug nicht schlecht gestaunt. Die drei Tölpel von gestern hatten sich ganz schön vermehrt. Im Abstand von 50 Zentimeter saßen die Vögel auf dem Rand des Schiffes.
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| Heute gibt es kaum noch Platz am Bug |
Unsere Mitfahrer waren gar nicht ängstlich, sodass ich mich bis auf ein paar Meter annähern konnte. Da sind ein paar schöne Fotos entstanden.
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| Die schauen mich ganz neugierig an |
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| Und der erst... |
Innerhalb eines Tages hatte sich die Temperatur wieder auf 30 Grad erhöht, sowohl die Luft- und Wassertemperatur. Auch das Wasser hat wieder eine schöne blaue Farbe. Gestern war es noch etwas grünlich und sah nicht so sauber aus. Mittlerweile befinden wir uns in der Nähe von Panama, was auch die paar Schiffe erklärt die wir am Nachmittag gesehen haben. Die meisten kamen sicherlich aus dem Panamakanal. Noch ca. zwei Tage dann sind wir in Kolumbien.
05.03.2012
Heute sind wir den ganzen Tag vor der Küste von Kolumbien getrieben, denn wir waren zu früh angekommen. Die Strömung und der Wind hatten uns zu schnell gemacht. Die See war heute ruhig und es regnete fast den ganzen Tag. Nur am Abend riss der Himmel etwas auf. Wir befinden uns in einer tropischen Divergenz Zone in der es meistens regnet. Gegen Mitternacht geht es dann in den Hafen. Ich werde dann wohl morgen früh in Kolumbien aufwachen.
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| Sonnenuntergang vor der Küste von Kolumbien |
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