Freitag, 3. Februar 2012

Angekommen auf dem 4. Schiff

Am frühen Morgen habe ich noch ein paar wichtige Dinge in der Stadt erledigt, bevor es dann gegen Mittag Richtung Hafen ging. Dieses Mal hatte ich keinen Transfer vom Hotel zum Schiff. Der Agent meinte ich könnte das allein finden und bräuchte keinen extra Transfer. Er schickte mir eine genaue Beschreibung und eine Wegskizze. Naja am Anfang war ich recht skeptisch ob ich das wohl allein auf die Reihe bekommen werde, denn die Erfahrungen aus den letzten Häfen zeigten mir immer einen komplizierten Vorgang. Aber siehe da, es geht auch einfach und vor allem preiswert. Ruck zuck war ich mit dem Taxi am Hafenterminal und dann waren es nur ein paar Meter zu einem Herrn der meinen Pass kontrollierte. Er öffnete mir dann freundliche eine Tür zu meinem nächsten Abenteuer. Es waren dann noch ein paar hundert Meter, bis ich vor der MV Monte Aconcagua meinem 4. Schiff stand.

Ein großer roter Riese ist das Schiff. Diesmal fahre ich mit einem „Hamburg Süd“ Containerschiff. Diese Reederei hat sich speziell auf Routen von und nach Südamerika spezialisiert. An Bord wurde ich dann erst einmal relativ skeptisch und fragend von der 3. Offizierin begrüßt. Später erzählte sie mir, sie hätte mit einem so jungen Passier nicht gerechnet.  In der Tat sind Frachtschiffreisende meistens jenseits der 60 Jahre. Nun gut, sie glaubte mir das ich der Neue bin und ließ mich ins Schiff herein. Dort lief mir gleich der Kapitän über den Weg, der mich freundlichst begrüßte. Dann lief es ab wie immer, erst mal in meine Kabine und Klamotte auspacken.

Meine Kammer (Kabine)

Meine Kabine ist diesmal nicht so groß wie auf den anderen Schiffen aber völlig ausreichend. Ich finde sie sogar richtig gemütlich. Außerdem ist alles richtig neu und modern hier, denn das Schiff ist ca. 3 Jahre alt. Ein wirklich schönes Schiff mit den bekannten Annehmlichkeiten wie Sauna, Pool usw. Die Besatzung besteht diesmal aus drei Nationen, so kommen die Seeleute aus Polen, Kiribati und Deutschland. Es gibt sogar zwei weibliche Besatzungsmitglieder an Bord, der Chief Mate und die 3. Offizierin. 

Nachdem ich mich mit dem Schiff etwas vertraut gemacht habe, ging es auch schon bald Richtung China los. Noch am Abend stachen wir in See. Da es mittlerweile schon dämmerte konnte ich die wunderschöne beleuchtete Skyline von Hongkong noch einmal zum Abschied sehen. Der letzte Tag in Hongkong war wie mein erster Tag, der Nebel bedeckte die Stadt. Da hatte ich richtig Glück in den letzten 7 Tagen, der Wettergott meinte es sehr gut mit mir.

So sah es an meinem ersten Tag auch aus, Tschüß Hongkong

Donnerstag, 2. Februar 2012

Auf nach Südamerika

Jetzt ist es soweit, die vierte Etappe kann beginnen. Das Containerschiff wird mich über China, Süd Korea, Mexiko, Kolumbien, Peru bis nach Chile bringen. Die gesamte Reisedauer beträgt etwa 49 Tage, wobei allein die Pazifiküberquerung mit 18 Tagen angegeben ist. Die Etappe wird noch mal richtig spannend. 


Mittwoch, 1. Februar 2012

Mein letzter Tag in Hongkong

Heute habe ich noch mal richtig viel unternommen, denn es war der letzte Tag hier. Morgen früh werde ich auf mein viertes Schiff Richtung Chile gehen.

Zuerst habe ich heute eine riesengroße Buddha Statur auf der Insel Lantau besucht. Bis dorthin kommt ganz gut mit der U-Bahn und dann geht es normalerweise mit einer Seilbahn weiter. Die Bahn war heute leider geschlossen, da Wartungsarbeiten durchgeführt werden. So bin ich mit dem Bus auf den Berg gefahren. Wir sind etwa 40 Minuten über enge Kurven, bergauf und bergab bis zu unserem Ziel gefahren. Auf der Fahrt habe ich eine andere Seite von Hongkong gesehen, kleine Dörfer, schöne Sandstrände und eine interessante Bergwelt. Aber als wir oben angekommen sind hat mich die große Buddha Statur schon ganz schön beeindruckt und ich habe mich gleich auf den Weg zu ihr begeben. Oben angekommen habe ich die wahre Größe erst einmal registriert und ebenso den schönen Ausblick. Der Ort war trotz der vielen Touristen ruhig und irgendwie entspannend. 

Bevor ich die Heimfahrt angetreten habe, bin ich noch unterhalb der Statur auf Entdeckungstour gegangen. Dort waren Temple und ein großer Platz wo die Buddhisten Räucherstäbchen aufgestellt haben.


Die Buddha Statur von unten

Meine treuen Begleiter waren heute wieder mit dabei

Groß und beeindruckend

Ein ruhiger und entspannender Ort

Am Nachmittag war ich dann in einem Temple ganz in der Nähe meines Hotels. Das ist der Temple der Schutzgöttin der Seefahrer (TIN-HAU-Temple). Im inneren waren lauter heilige Figuren zu sehen, deren Bedeutung ich leider nicht erkennen konnte. Außerdem war die Sicht von den Rauchschwaden der Räucherstäbchen etwas getrübt. Ein sehr interessanter Ort mitten in der großen Stadt. Leider konnte ich im inneren keine Fotos machen.


TIN HAU Temple

Blick in das innere des Temples

Als es dunkel wurde, habe ich mich auf den Weg zum Promenade gegenüber der Hongkong Island gemacht. Ich wollte die Skyline bei Nacht sehen und die Show „Symphonie of lights“. Und das hat sich wirklich gelohnt. Ich finde bei Nacht sieht die Skyline noch schöner aus als bei Tag auch ohne die Show. Die Show war dann der krönende Abschied von meiner Zeit hier in Hongkong. Jeden Tag hat sich meine Meinung der ersten Tage bestärkt, dass Hongkong die schönste und interessanteste Stadt meiner bisherigen Reise ist.

Skyline von Hongkong Island bei Nacht

Skyline von Hongkong Island bei Nacht

Der Rückweg zum Hotel führte mich noch einmal zu den Nachtmarkt in der Temple Street. Und diesmal hatte ich meine Kamera dabei um die Eindrücke auch optisch festzuhalten. Hier ein paar Bilder von meinem Spaziergang über den Markt.

Nachtmarkt in der Temple Street

Hier werden die Waren unter dem Licht von grellen Glühbirnen präsentiert

Ein Straße mit Wahrsagern

Selbst Erwachsenenartikel gibt es hier